• 09.11.2012, 12:46:35
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Matznetter zu Kranken- und Wochengeld: Langjährige SWV-Forderungen nun umgesetzt

Krankengeld ist sozialpolitischer Meilenstein, aber weiter ausbaufähig

Utl.: Krankengeld ist sozialpolitischer Meilenstein, aber weiter
ausbaufähig=

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Wirtschaftssprecher und Präsident des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV), Christoph
Matznetter, begrüßt das heute vorgestellte EPU - Paket der
Bundesregierung ausdrücklich. "Mit der Erhöhung des Wochengeldes,
sowie der Einführung eines Krankengeldes wurden langjährige
Forderungen des SWV zur besseren sozialen Absicherungen von
Selbstständigen erfüllt", ist Matznetter erfreut. Auch wenn das
Krankengeld noch weiter ausgebaut werden müsse, wurde durch
Gesundheitsminister Alois Stöger ein sozialpolitischer Meilenstein
gesetzt. ****

Während der ÖVP-Wirtschaftsbund im WKO Wirtschaftsparlament bis Juni
2011 alle heute umgesetzten Maßnahmen noch strikt abgelehnt hatte,
kämpft der SWV seit Jahren für Maßnahmen wie die Abschaffung des
20-prozentigen Selbstbehaltes, die Senkung der
Mindestbeitragsgrundlage und das nun umgesetzte Kranken- und
Wochengeld. Als "spaßig" bezeichnet Matznetter daher das Selbstlob
aus den Kreisen der ÖVP: "Ich verhehle aber nicht, dass mich der
durch uns durchgesetzte Gesinnungswandel sehr freut", so Matznetter.

"Denn Einpersonenunternehmen brauchen dringend ein gutes soziales
Netz, schließlich hängt der gesamte Betrieb allein von ihrer
Arbeitskraft ab", so Matznetter. Und weiter: "Es gibt Selbstständige,
die trotz Krankheit die letzten 15 Jahre nicht einen Tag zu Hause
waren, weil sie sonst kein Einkommen haben. Das kann unser
Sozialstaat nicht zulassen."

Daher habe die Bundesregierung mit dem EPU Paket nun lange anstehende
Maßnahmen umgesetzt. "EPU und KMU machen 99 Prozent unserer
Wirtschaftsstruktur aus, sie haben sich als besonders krisenfähig
erwiesen und bringen hervorragende Leistungen", betont der
SPÖ-Wirtschaftssprecher. Daher habe es sich genau diese Zielgruppe
verdient, sich auch auf Hilfe verlassen zu können, wenn es
gesundheitliche Probleme gibt oder es geschäftlich einmal weniger gut
läuft.

Da der Gesetzgeber nun die soziale Situation von EPU und
Kleinstunternehmen wesentlich verbessert, sei es jetzt auch an der
SVA Verantwortung zu übernehmen. "Die Abschaffung des Selbstbehaltes
wird weiterhin Thema sein, denn die Selbstständigen leiden unter
diesem Kostendruck", betonte Matznetter. "Jetzt haben wir umgesetzt,
dass auch EPU einmal krank werden dürfen, jetzt müssen wir es auch
noch schaffen, dass sie sich den Arzt leisten können", forderte der
SWV-Präsident.

Absenkung der MindestKöst zu begrüßen

Zu begrüßen sei auch die Senkung der MindestKöst durch die Einführung
der GmbH light. Auch damit werde eine langjährige SPÖ-Forderung
umgesetzt. "Die MindestKöst ist eine Strafsteuer der Klein- und
Kleinstbetriebe, die mehr als 25 Prozent und im Verlustfall sogar
unendlich viel zahlen müssen", erläuterte der
SPÖ-Wirtschaftssprecher. Abschließend betonte der
Wirtschaftssprecher, dass er es "ausdrücklich begrüßt", dass im März
2013 noch ein Regierungsgipfel mit dem Schwerpunkt "Bildung"
stattfinden wird. Denn, so Matznetter: "Damit Österreichs Wirtschaft
im europa- und weltweiten Wettbewerb konkurrenzfähig und stark
bleibt, braucht es qualifizierte Arbeitskräfte." (Schluss)

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