• 07.11.2012, 11:01:25
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Bayr zu Graf: Verurteilter Rechtsextremist hat im Parlament als Mitarbeiter nichts verloren

Strache muss Graf endlich zum Rücktritt bewegen

Utl.: Strache muss Graf endlich zum Rücktritt bewegen=

Wien (OTS/SK) - "Unverfroren" und "skandalös" ist für SPÖ-Abgeordnete
Petra Bayr die Wiederbeschäftigung eines wegen falscher Beweisaussage
verurteilten Rechtsextremisten im Büro des Dritten
Nationalratspräsidenten Martin Graf. Laut einem Bericht des
"Standard" hat dieser Mitarbeiter, der im Dezember 2011 wegen
Kontakten zur Neonazi-Szene seinen Vertrag mit der
Parlamentsdirektion lösen musste, nun wieder eine Beschäftigung in
Grafs Parlamentsbüro gefunden und dort einen Vertrag. "Jener
Mitarbeiter, der der FPÖ Steiermark zu rechtsextrem war und wegen
Kontakten zur Neonazi-Szene sogar aus der FPÖ ausgeschlossen wurde",
erinnerte Bayr. Die SPÖ-Abgeordnete fordert von Graf, sofort dafür zu
sorgen, dass dieser Mitarbeiter nicht mehr im Parlament beschäftigt
ist. "Leute mit einer Nähe zu Neonazis haben im Parlament nichts
verloren!", so Bayr am Mittwoch. ****

Dass Graf sich gerne mit Leuten aus dem rechtsextremen Eck umgibt,
sei ja nichts Neues: So mussten schon 2010 zwei Mitarbeiter gehen,
weil sie Artikel bei einem Neonazi-Versand bestellt hatten; und auf
einer Webseite, die Grafs Mitarbeiter betreiben, wurde "Freiheit für
Gottfried Küssel" gefordert. "Dass Graf nun einen Mitarbeiter mit
einschlägigen Kontakten wieder beschäftigt, zeigt, dass es in der FPÖ
weiterhin keine Trennlinie zu Rechtsradikalismus und Antisemitismus
gibt. FP-Chef Strache wird nicht so tun können, als ginge ihn das
alles nichts an. Entweder er bringt Graf zur Räson oder er sorgt
endlich dafür, dass Graf zurücktritt", so Bayr. (Schluss) ah/bj

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