• 06.11.2012, 10:11:59
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Leichtfried und Pirker schmieden EU-weite Allianzen für Koralm- und Semmeringtunnel sowie Wiener Hauptbahnhof

Unterstützungskomitee für den Baltisch-Adriatischen Korridor tagt im Europäischen Parlament

Utl.: Unterstützungskomitee für den Baltisch-Adriatischen Korridor
tagt im Europäischen Parlament=

Wien (OTS/SK) - "Grenz- und parteiübergreifend überzeugen, Verbündete
suchen und Allianzen schmieden" wollen die österreichischen
EU-Abgeordneten Jörg Leichtfried und Hubert Pirker, um eine Mehrheit
für den sogenannten Baltisch-Adriatischen Korridor als
Kernnetzkorridor des EU-Verkehrsnetzes zu sichern. "Nur wenn eine
Mehrheit aller EU-Abgeordneten für die durch Österreich führende
Verkehrsachse stimmt, kann die milliardenschwere Mitfinanzierung des
neuen Wiener Hauptbahnhofs, des Koralm- und des Semmeringtunnels
durch die EU lukriert werden", so Pirker, Verkehrssprecher der ÖVP im
EU-Parlament. "Heute beginnt die entscheidende Phase der
Verhandlungen im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments. Nach
monatelanger Vorarbeit sind wir mit dem Unterstützungskomitee für den
Baltisch-Adriatischen Korridor jetzt sehr gut aufgestellt." Das
Vorhaben wird unterstützt von den EU-Abgeordneten Antonio Cancian
(EVP, Italien), Zigmantas Balcytis (S&D, Litauen), Jan Brezina (EVP,
Tschechien), Boguslaw Liberadzki (S&D, Polen), Bogdan Marcinkiewicz
(EVP, Polen), Petri Sarvamaa (EVP, Finnland), Vilja Savisaar-Toomast
(Liberale, Estland), Olga Sehnalová (S&D, Tschechien) und Debora
Serracchiani (S&D, Italien). ****

SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried, Mitglied im
Verkehrsausschuss und vehementer Befürworter des Bahnausbaus, betont
den Vorteil für Wirtschaft und Bevölkerung: "Aus internationaler
Sicht ist der Koralmtunnel Teil des sogenannten Baltisch-Adriatischen
Korridors. Dieser verbindet leistungsstark und klimafreundlich Polen,
Tschechien und die Slowakei mit Ost- und Südösterreich sowie
Oberitalien. Die Bahn kann dann nämlich sogar dem Flugzeug Konkurrenz
machen." Wer eine wettbewerbsfähige Bahn auch im Sinne des immer
wichtiger werdenden Umweltschutzes haben möchte, darf bei
Vorzeigeprojekten nicht davonlaufen. Leichtfried ist zuversichtlich,
dass mit dem nötigen technischen Ausbau die Nutzung zunehmen wird.
Derzeit zeigt sich beim Personenverkehr auf der Schiene eine
deutliche Diskrepanz zwischen den vom Gesamtverkehrsaufkommen her
vergleichbaren Strecken Wien-Linz und Wien-Graz. Während Richtung
Westen 40 Prozent (Pöchlarn) bzw. 30 Prozent (Attnang) der Reisenden
die Bahn nützen, sind es Richtung Süden nur zehn Prozent (Semmering
und Neumarkter Sattel). "Der Grund dafür liegt auf der Hand: der
wesentlich bessere Ausbau der Westbahnstrecke. Nun geht es darum,
beim Baltisch-Adriatischen Korridor vorwärts zu kommen", so
Leichtfried.

Das von Pirker, Leichtfried und Cancian gegründete
Unterstützungskomitee für den Baltisch-Adriatischen Korridor ist eine
parteiübergreifende Allianz von EU-Abgeordneten aus Finnland, den
baltischen Staaten, Polen, Tschechien, Slowakei, Österreich und
Italien, die sich für den Ausbau der Verkehrsachse von Helsinki bis
Bologna einsetzen. Am heutigen Dienstag tagt das Komitee unmittelbar
vor der Sitzung des Verkehrsausschusses. "Der Baltisch-Adriatische
Verkehrskorridor wird die Wirtschaftsgeografie in der ehemals
strukturschwachen Grenzregion zwischen Ost und West weiter stärken
und bringt allein für die Weststeiermark und Südkärnten eine
zusätzliche Wertschöpfung von jährlich 210 Millionen Euro", erklärt
Pirker. (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]

Daniel Köster M.A., Pressedienst der EVP-Fraktion im Europäischen
Parlament, Tel.: +32 (487) 384 784, E-Mail:
[email protected]

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