- 30.10.2012, 19:04:34
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Bundesratspräsident Keuschnigg lud zu Künstlercocktail ins Parlament
Tiroler Malerin Claudia Hirtl präsentiert großformatige Arbeiten
Utl.: Tiroler Malerin Claudia Hirtl präsentiert großformatige
Arbeiten=
Wien (PK) - Das Parlament steht heute Abend ganz im Zeichen
zeitgenössischer Kunst. Bundesratspräsident Georg Keuschnigg lud
anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung der Tiroler Malerin
Claudia Hirtl zu einem "Künstlercocktail" ins Hohe Haus. Hirtl, die
in ihren Arbeiten zwei Arten von Bildsprache, die japanische
Zeichenschrift und die malerische Abstraktion, zusammenführt, zeigt
in den nächsten Wochen im so genannten Salon des Bundesrats sechs
großformatige Temperabilder.
Keuschnigg, der zum Künstlercocktail zahlreiche Abgeordnete und
BundesrätInnen mit Zweitem Nationalratspräsidenten Fritz Neugebauer
und Bundesratsvizepräsidentin Susanne Kurz an der Spitze begrüßen
konnte, wertete es als "großen Freundschaftsdienst" der renommierten
Künstlerin, eine kleine Auswahl ihrer Bilder für einige Zeit dem
Parlament zur Verfügung zu stellen. Er hoffe, dass viele ihre Bilder
sehen werden, betonte er.
Beate Palfrader, Tiroler Kulturlandesrätin, hob den traditionellen
kulturellen Austausch zwischen Tirol und Wien hervor und meinte, um
in Wien erfolgreich zu sein, brauche es mehr als Talent und
Ideenreichtum, man benötige auch Durchhaltevermögen und Netzwerke.
Umso erfreuter zeigte sie sich darüber, dass viele Tiroler
KünstlerInnen auch in der Bundeshauptstadt reüssiert haben. Hirtl
gehe es in ihrer Kunst auch um die Erarbeitung und Aufarbeitung
philosophischer Begriffe, hielt Palfrader fest, sie persönlich sei
vor allem von der Zusammenführung von Abstraktheit und Schriftzeichen
beeindruckt.
Zu den Arbeiten der Künstlerin sprach Matthias Böckl,
Universitätsprofessor für Geschichte und Theorie der Architektur an
der Universität für angewandte Kunst in Wien. Er wies insbesondere
auf die fernöstlichen Einflüsse in Hirtls Bildern und deren sparsame
Verwendung von Farbe hin. Für Hirtl sei ein Werk nicht nur ein
Versatzstück, dass man an eine Wand hänge, vielmehr trete sie in
einen philosophischen Diskurs und in eine Symbolwelt ein. Durch die
Kombination eines westlichen und eines östlichen Kulturbegriffs
schlage Hirtls Kunst auch Brücken, sagte Böckl, insofern sei sie im
Parlament gut aufgehoben.
Claudia Hirtl wurde 1954 in Wörgl geboren und verbrachte nach ihrem
Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien einige Jahre in
Tokyo, wo sie auch die Kunstuniversität besuchte. Zu ihrem
vielfältigen Schaffenswerk gehören auch großdimensionale
Kunstinstallationen, die in Japan und Österreich zu sehen sind. Neben
ihrer künstlerischen Tätigkeit ist Hirtl immer wieder auch als
Lehrbeauftragte und Vortragende in Europa, Japan, Australien und den
USA aktiv. Derzeit lebt Hirtl in Wien. (Schluss)
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