• 16.10.2012, 09:47:30
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Bayr: Privatsektor kann unter strengen Regeln Armut in Entwicklungsländern mindern

Internationaler Tag zur Armutsbeseitigung

Utl.: Internationaler Tag zur Armutsbeseitigung=

Wien (OTS/SK) - "Der Privatsektor kann in den so genannten
Entwicklungs- und Schwellenländern zur Armutsminderung beitragen,
wenn bestimmte Spielregeln eingehalten werden", betonte Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des
Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut. Bei einem
ExpertInnentreffen, zu dem AWEPA (European Parliamentarians with
Africa) und die AG Globale Verantwortung Anfang der Woche ins
Parlament geladen haben, stand die Rolle des Privatsektors zur
Diskussion. ****

"Transparenz, Kohärenz aller Politikbereiche im Sinne von
Entwicklung, ordentliche Steuerleistungen, internationale Standards
und ein entsprechender makroökonomischer Rahmen sind nur einige
Voraussetzungen, dass der private Sektor zur Armutsminderung
beiträgt", stellte Bayr am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst
fest. In vielen Produktionsstätten in Entwicklungsländern werden etwa
die Arbeitsnormen missachtet, damit die Lohnkosten möglichst gering
gehalten werden können. "Es ist unerlässlich, dass als absolutes
Minimum die Kernarbeitsnormen der ILO eingehalten werden", ist Bayr
überzeugt. Die Kernarbeitsnormen der ILO schreiben etwa ein Verbot
der Kinder- oder der Zwangsarbeit fest, gehen aber noch nicht auf die
Höhe des Lohnes oder die Decent Work Agenda ein.

Für die Entwicklungszusammenarbeit ergeben sich viele Aufträge, damit
der Privatsektor Armut mindern und Entwicklungspolitische Impulse
setzten kann, ist Bayr überzeugt: " Die EZA kann zum Beispiel zur
Stärkung der Partnerländer beitragen, damit diese ernstzunehmende
entwicklungsrelevante Akteure sind, die etwa das Einhalten von
internationalen Normen überwachen." Abschließend forderte Bayr auch
die EU zu einem verantwortungsvollen Agieren in der Handelspolitik
auf: "Ich fordere die EU auf, Handelsverträge nur mit jenen Staaten
abzuschließen, die internationale Sozial- und Umweltstandards
ratifiziert haben und diese auch in der Realität umsetzten."
(Schluss) up

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