- 12.10.2012, 12:01:05
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Hannes Swoboda begrüßt Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union
Präsident der Europäischen Sozialdemokraten im EU-Parlament: "Wir brauchen heute nicht weniger Europa oder einen Schritt zurück zu den Nationalstaaten, sondern mehr Europa"
Utl.: Präsident der Europäischen Sozialdemokraten im EU-Parlament:
"Wir brauchen heute nicht weniger Europa oder einen Schritt
zurück zu den Nationalstaaten, sondern mehr Europa"=
Wien (OTS/SK) - Heute wurde der weltweit anerkannte
Friedensnobelpreis an die Europäische Union verliehen, für ihre
Verdienste für ein friedliches Europa und die Versöhnung zwischen
West und Ost. Im Rahmen der Dubliner Konferenz "Wege aus der Krise"
sagte Hannes Swoboda, Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion
im Europäischen Parlament: "Es ist eine wunderbare Nachricht, dass
die Europäische Union den Friedensnobelpreis erhalten hat. Die
Gründungsväter haben die EU auf Basis der Friedensidee und
Friedenswahrung geschaffen, nach zwei grausamen Weltkriegen, die
Europa und die Welt erschüttert haben." ****
"Das europäische Projekt ist heute nicht nur Garant für Frieden in
Europa - und zwischen mittlerweile 27 Mitgliedsstaaten - Tendenz
steigend mit weiteren Anwärtern vor der Tür. Nein, die Europäische
Union ist heute ein gemeinsamer Binnenmarkt für 500 Millionen
Menschen, ein Kontinent, in dem Bürger durch das Schengen-Abkommen in
fast allen Staaten ohne Pass reisen können, und, am wichtigsten, eine
Gemeinschaft der Solidarität und des Zusammenhalts", sagt Hannes
Swoboda.
In Zeiten der Krise, in der wir heute stehen, ist die Verleihung des
Friedensnobelpreises an die Europäische Union ein wichtiger und
mutiger Schritt der Jury in Oslo. Swoboda: "Wir brauchen heute nicht
weniger Europa oder einen Schritt zurück zu den Nationalstaaten,
sondern mehr Europa."
Der Weg nach vorne ist eine stärkere Integration mit einer echten
Wirtschaftsgemeinschaft und, langfristig, einer politischen Union.
Vor dem Hintergrund der stetig ansteigenden und alarmierend hohen
Arbeitslosigkeit ist der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit eines der
Hauptthemen, mit denen wir besonders der Jugend wieder Vertrauen in
dieses Europa geben müssen.
Swoboda: "Was wir brauchen, ist ein anderes, sozialeres Europa. Neben
dem Fiskalpakt und Wachstumspakt brauchen wir einen Sozialpakt, der
den Menschen wieder in das Zentrum unseres Handelns stellt und
Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten, aber auch mit den Bürgern
der Europäischen Union gewährleistet. Der Friedensnobelpreis ist
Anerkennung und Auftrag zugleich. Er bedeutet, dass die EU ihre
Friedensanstrengungen verstärken muss. Es ist bei all der
berechtigten Kritik am gegenwärtigen Zustand der EU ein
Friedensprojekt im doppelten Sinne: Einerseits, den Frieden innerhalb
der EU zu sichern und anderseits, nicht selbstzufrieden zu sein und
den Frieden auch in andere Regionen der Welt zu bringen." (Schluss)
ah/mp
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]
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