• 11.10.2012, 17:46:22
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Weidenholzer/Kadenbach: "Wir brauchen mehr Europa"

SPÖ-EU-Abgeordnete Weidenholzer und Kadenbach sprechen vor EU-Hauptausschuss des Nationalrats

Utl.: SPÖ-EU-Abgeordnete Weidenholzer und Kadenbach sprechen vor
EU-Hauptausschuss des Nationalrats=

Wien (OTS/SK) - "Wir brauchen Europa. Gerade die Finanzmarktkrise hat
gezeigt, dass wir nur gemeinsam die Probleme bewältigen können", so
der SPÖ-EU-Abgeordnete Josef Weidenholzer in seiner Rede vor dem
EU-Hauptausschuss des Nationalrats, wo heute auch der Präsident des
EU-Parlaments, Martin Schulz, zu Gast war. Weidenholzer betonte
weiter, dass es keinen wirksamen nationalen Sonderweg in der
Krisenbewältigung geben könne, denn "nur mit einem starken Europa
können wir den internationalen Finanzmarktakteuren die Stirn bieten".
Er bedauerte, dass zunehmend "die nationale Keule" geschwungen werde,
dabei würden alle, die das Projekt Europa mutwillig zerstören wollen
auch die Zukunft der Menschen aufs Spiel setzen. ****

Weidenholzer plädierte des Weiteren für eine Stärkung des
Europäischen Parlaments und forderte erneut einen EU-Konvent, um die
Entscheidungsstrukturen der Europäischen Union zu reformieren.
"Europa braucht mehr Demokratie, wenn wir das Vertrauen der
Bürgerinnen und Bürger gewinnen wollen. Dazu gehört, dass die direkt
gewählten Vertreter des EU-Parlaments vollständig in die
Entscheidungsfindungen eingebunden sind", sagte der
Europaparlamentarier.

Die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach verwies darauf, dass es kein
"entweder - oder" zwischen den verschiedenen Ebenen gebe, sondern
vielmehr ein "sowohl als auch". "Wir brauchen die Gemeinden, Städte
und Regionen genauso wie eine funktionierende europäische
Entscheidungsebene", so Kadenbach. Ebenso betonte sie, dass ein Mehr
an Kompetenzen für Europa nicht weniger Verantwortung für die
politischen Akteure in den Mitgliedstaaten bedeute. "Nur wenn ein
Ineinandergreifen der verschiedenen Ebenen gelingt, werden wir
erfolgreich die EU weiterentwickeln können", sagte Kadenbach.

Sie hob in ihrem Beitrag auch die Wichtigkeit der Förderung der
ländlichen Regionen Europas hervor, "was aber mehr bedeutet als
Agrarförderungen". Nur durch gezielte Investitionen in die
Infrastruktur des ländlichen Raums werde man dazu beitragen können,
dass die Menschen in allen Teilen Europas eine Zukunftsperspektive
haben. (Schluss) mo

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