- 10.10.2012, 12:00:42
- /
- OTS0131 OTW0131
Wurm zu Obsorge-Einigung: Durchbruch im Familienrecht
Automatische gemeinsame Obsorge in strittigen Fällen ginge zu Lasten der Mütter und Kinder - Rechten lediger Väter wird Rechnung getragen
Utl.: Automatische gemeinsame Obsorge in strittigen Fällen ginge zu
Lasten der Mütter und Kinder - Rechten lediger Väter wird
Rechnung getragen=
Wien (OTS/SK) - Als "wichtigen Durchbruch im Familienrecht" begrüßte
SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm die Einigung von Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek und Justizministerin Karl bei der
Obsorge-Regelung. "Eine automatische gemeinsame Obsorge bei
strittigen Fällen würde bedeuten, dass der Streit zwischen den Eltern
auf dem Rücken der Kinder ausgetragen würde. Erpressbar wären vor
allem die Frauen, die möglicherweise auf Rechte für ihre Kinder
verzichten würden, um etwaigen Schaden von diesen abzuwenden", sagte
Wurm. Die vorliegende Einigung, die eine Obsorgeregelung, wie sie bis
zur Antragsstellung war, sowie die 6-monatige 'Phase der vorläufigen
elterlichen Verantwortung' und danach eine gerichtliche Entscheidung
vorsieht, sei "ein sehr guter Kompromiss". ****
Auch sei zu begrüßen, dass dem VfGH-Erkenntnis zu den ledigen Vätern
Rechnung getragen wurde. Künftig werde es möglich sein, dass die
Mutter eines unehelichen Kindes mit dem Vater eine Vereinbarung der
Obsorge beider Elternteile vor dem Standesamt trifft, falls dies
nicht der Fall ist, hat der Vater ein Antragsrecht auf Obsorge. Auch
die weiteren vereinbarten Familienrechts-Regelungen wie die Stärkung
der Bedürfnisse des Kindes etwa beim Besuchsrecht und die Stärkung
der Rechte der Patchworkfamilien begrüßte Wurm ausdrücklich.
(Schluss) up/sv
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






