- 05.10.2012, 13:38:57
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Sind die Begas-Malversationen rund um Simandl seitens der Justiz- und Finanzbehörden geflissentlich übergangen worden?
FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer will sachdienliche Auskünfte des Justiz- und Finanzressorts, weshalb bereits bekannt gewesene Verfehlungen Simandls nie weiter verfolgt wurden
Utl.: FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer will sachdienliche
Auskünfte des Justiz- und Finanzressorts, weshalb bereits
bekannt gewesene Verfehlungen Simandls nie weiter verfolgt
wurden=
Wien (OTS) - Der Fall des Ex-Begas Chef Rudolf Simandl und seine
kolportierten Schwarzgeld-Konten veranlassen FPÖ-Vizeparteiobmann
NAbg. Norbert Hofer diesbezügliche parlamentarische Anfragen
einerseits an die Justizministerin und andererseits auch an die
Finanzministerin einzubringen. Unter anderem stehe der Vorwurf im
Raum, dass Simandl Gewinne aus Verkäufen von Anteilen an der Firma
"Pöttelsdorfer Edelputenholding" nicht versteuert habe, was dringend
bei den jeweiligen Ministerien hinterfragt werden müsse.
Laut Medienberichten übernahm Simandl im Jahr 2001 die Puten-Firma,
quasi als Nebenjob zu seinem hoch dotierten Begas-Vorstandsmandat um
1,- Euro. Veräußert hat er die Firma dann um knapp 2,5 Millionen
Euro. Daneben hatte er laut eigenen Angaben noch Einkünfte aus
Veranlagungen zweier Liechtensteiner Stiftungen, drei ausländische
Lebensversicherungen sowie Provisionszahlungen, von denen nicht
bekannt ist, woher diese stammen, lukriert. Seine seit dem Jahr 2000
aufgelaufene geschätzte Steuerschuld an das Finanzamt Eisenstadt
beläuft sich auf über 5 Millionen Euro. "Kleine Trafikanten und
Kleinunternehmer werden sofort gestraft, bei 'großen Fischen' wird
anscheinend weggesehen. Es gibt auch Hinweise, dass auch die Bank
Burgenland auf Forderungen verzichtet hat", so Hofer.
"Im Jahr 2005 gab es zudem bereits eine anonyme Anzeige bei der
Staatsanwaltschaft. Hier wurde behauptet, dass Simandl sich private
Anschaffungen durch die Begas zahlen ließ. Diese Behauptung hat sich
nun bewahrheitet, doch das Verfahren aus dem Jahr 2005, welches schon
die skandalösen Vorgänge in der Begas ans Licht hätte bringen können,
wurde nach einer 'umfassenden Stellungnahme' Simandls eingestellt",
so Hofer, der nun von Justizministerin Karl wissen will, weshalb
diese Anzeige aus dem Jahr 2005 nicht weiter verfolgt wurde. Und
seitens des Finanzministeriums soll Klarheit in den Umstand gebracht
werden, warum nicht sofort im Jahr 2005 eine Überprüfung der
steuerlichen Verhältnisse von Rudolf Simandl durchgeführt wurde.
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