- 05.10.2012, 12:36:42
- /
- OTS0169 OTW0169
FPÖ: Unterreiner: Bevorzugung bei Uni-Test ist wahre Diskriminierung von Frauen
Männerdiskriminierung ist kein zulässiges Mittel der Frauenförderung
Utl.: Männerdiskriminierung ist kein zulässiges Mittel der
Frauenförderung=
Wien (OTS) - FPÖ-Gleichbehandlungssprecherin NAbg. Heidemarie
Unterreiner übt Kritik an der Farce um den Aufnahmetest an der Wiener
Medizin-Uni. "Männliche Bewerber zu diskriminieren, widerspricht dem
Grundsatz der Gleichbehandlung", so Unterreiner, die darauf hinweist,
dass durch die "gendergerechte" Auswertung des Tests auch die Frauen
diskriminiert werden: "Es schadet dem Image der künftigen Ärztinnen,
wenn manche von ihnen nur aufgrund einer wissenschaftlich höchst
fragwürdigen Quote zum Studium zugelassen werden."
Das Problem sei nicht das Geschlecht, sondern der Test an sich. "Ich
bin davon überzeugt, dass viele Fähigkeiten, die Mediziner benötigen,
in diesem Verfahren nicht einmal ansatzweise festgestellt werden
können, darunter auch viele Eigenschaften, die insbesondere Frauen
mitbringen, gerade in der sozialen Kompetenz", stellt Unterreiner
fest. Das rechtfertige allerdings nicht die Benachteiligung von
Männern, die im Test besser abgeschnitten haben, sondern müsse ein
Anstoß für eine Änderung des Zulassungsverfahrens sein. "Angesichts
des drohenden und bereits eingetretenen Ärztemangels ist die rigorose
Beschränkung der Studienplätze ohnehin ein Unding", hält Unterreiner
fest und bekräftigt die freiheitliche Forderung nach freiem
Hochschulzugang: "Bei Medizinern wäre ein Praxisjahr im
Gesundheitswesen in der Anfangsphase des Studiums wesentlich besser
geeignet, um jungen Menschen eine Entscheidungshilfe zu geben."
Als völlig unerträglich qualifiziert Unterreiner den Debattenbeitrag
von Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ): "Wenn die
Männerdiskriminierung für die SPÖ das geeignete Mittel zur
Frauenförderung ist, so ist das ein Armutszeugnis."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






