• 04.10.2012, 15:18:33
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Bayr: Ländliche Entwicklung für die Armutsminderung zentral

EZA-Unterausschuss diskutiert zwei Anträge zu ländlicher Entwicklung und einen zu den Rechten von Menschen mit Behinderung

Utl.: EZA-Unterausschuss diskutiert zwei Anträge zu ländlicher
Entwicklung und einen zu den Rechten von Menschen mit
Behinderung=

Wien (OTS/SK) - "80 Prozent der Menschen, die Hunger leiden müssen,
leben auf dem Land. Für die Armutsminderung ist ländliche Entwicklung
zentral", betonte Petra Bayr, Vorsitzende des EZA-Unterausschusses,
bei dessen heutiger Sitzung und ergänzt: "Dabei ist es besonders
wichtig, dass kleinbäuerliche Strukturen gestärkt werden, denn diese
können lokale Ernährungssouveränität leisten, im besten Falle sozial
und ökologisch zukunftsfähig." Bei der Sitzung des
EZA-Unterausschusses wurden zwei Entschließungsanträge zum Thema
ländliche Entwicklung diskutiert. ****

In einem Antrag zu Land Grabbing wird die Bundesregierung
aufgefordert, sich auf nationaler und internationaler Ebene verstärkt
gegen unrechtmäßige Landnahme in Schwellen- und Entwicklungsländern
einzusetzen. Land Grabbing ist illegitime Landverteilung zu Lasten
der kleinbäuerlichen Strukturen, die Armut und Hunger mit sich
bringen. Im zweiten Antrag werden die Inhalte des Weltagrarberichts,
wie die zentrale Bedeutung der sozial gerechten und ökologisch
nachhaltigen Landwirtschaft und jene der kleinbäuerlichen Struktur,
zur Kenntnis genommen. Die Bundesregierung wird auch aufgefordert,
sich im Follow-up-Prozess aktiv einzubringen und
entwicklungspolitisch kohärente Strategien zu entwickeln.

In einem Antrag betreffend die Rechte und Bedürfnisse von Menschen
mit Behinderung in der Entwicklungszusammenarbeit fordern die
Ausschussmitglieder die Bundesregierung auf, sich im Rahmen der
Vereinten Nationen verstärkt für Menschen mit Behinderung
einzusetzen. "Auf diesem Gebiet passiert leider noch viel zu wenig.
Wir müssen sicherstellen, dass die Rechte und Bedürfnisse von
verletzlichen Gruppen in den Entwicklungsländern respektiert werden",
fordert Bayr und fügt hinzu: "Außerdem ist es an der Zeit, dass
Menschen mit Behinderung gleichberechtigt mitbestimmen, etwa beim
Erarbeiten strategischer Vorhaben und Programme, die sie betreffen."
(Schluss) bj/sas/mp

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