- 03.10.2012, 12:39:06
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"Mein Körper, meine Entscheidung" - Bayr zum Recht auf Selbstbestimmung
Breites Bündnis gegen radikale AbtreibungsgegnerInnen
Utl.: Breites Bündnis gegen radikale AbtreibungsgegnerInnen=
Wien (OTS/SK) - "Human Life International hat anscheinend das Ziel,
die Rechte der Frauen auf das Niveau vom Tschad, von Sierra Leone
oder Afghanistan zu reduzieren. Wir hingegen setzen uns für das
Selbstbestimmungsrecht von Frauen ein. Dazu gehören der freie Zugang
zu Verhütungsmitteln, selbstbestimmte Sexualität und die Möglichkeit
auf einen sicheren und kostengünstigen Schwangerschaftsabbruch",
stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung am
Mittwoch bei einer Pressekonferenz fest. ****
Bayr setzt heute im Vorfeld zum Welt-Gebets-Kongress gemeinsam mit
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, DDr. Christian Fiala, Leiter
des Gynmed-Ambulatoriums, und Dr. Claudia Linemayr-Wagner,
Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung,
ein klares Zeichen gegen die Hetze radikaler AbtreibungsgegnerInnen.
Von 4. bis 8. Oktober findet in Wien der Welt-Gebets-Kongresse von
Human Life International (HLI) statt, "bei dem sich die Ewiggestrigen
ein Stelldichein geben, die Frauenrechte zurück ins Mittelalter
wünschen", kommentiert Bayr.
Bayr zeigt die Verbindungen zwischen Teilen der konservativen
politischen Rechten und radikalen AbtreibungsgegnerInnen in
Österreich auf. "Es ist erschreckend, wie nah sich die politische
Rechte und fundamentale Katholiken in Österreich stehen. Da gibt es
etwa Ewald Stadler, der radikale Abtreibungsgegner, darunter auch
HLI-Mitglieder, vor Gericht verteidigt hat - ohne Erfolg. Die
Verhandlung führte zu Schuldsprüchen wegen Stalkings bei allen vier
Angeklagten."
Auch die ÖVP Wien hat ihre Einstellung zum Thema
Schwangerschaftsabbruch bewiesen, als sie 2005 Gudrun Kugler-Lang auf
die Liste für die Gemeinderatswahl stellte: "Damit hat die ÖVP Wien
klar gezeigt, dass sie fundamentale AbtreibungsgegnerInnen in ihren
Reihen duldet. Das ist einfach frauenverachtend. Das
Selbstbestimmungsrecht von Frauen ist unbedingt zu wahren", so Bayr.
Abschließend stellt Bayr fest, dass die radikalen
AbtreibungsgegnerInnen immer mit den gleichen absurden Argumenten
aufwarten: "Familienplanung und Sexualaufklärung führen in der
Meinung der sogenannten Anti-Choice-Bewegung zu einem Sittenverfall
und bedrohen die Rolle der Frau als Ehegattin und Mutter." Dass genau
das Gegenteil der Fall ist, liegt für Bayr auf der Hand: "Aufklärung
gibt Menschen die Möglichkeit, verantwortungsvoll mit der eigenen
Sexualität umzugehen. Frauen, die selbstbestimmt über die Anzahl und
den Zeitpunkt der eigen Kinder entscheiden können, sind bessere
Mütter, aus eigner Entscheidung." (Schluss) bj/mp
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