- 03.10.2012, 11:52:14
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FPÖ-Kunasek/Deutschmann: Zöllner ist nicht der Militärkommandant der SPÖ, sondern Kommandant aller Soldaten in der Steiermark!
Wien (OTS) - Dass der steirische Militärkommandant Heinz Zöllner sich
nun auch für ein Ende der Wehpflicht ausspricht, stößt NAbg. Mario
Kunasek, Mitglied im Landesverteidigungsausschuss, sauer auf, vor
allem weil Zöllner bis dato als glühender Befürworter der Wehrpflicht
galt. "Der Druck aus der roten Parteizentrale muss enorm sein. Das
parteipolitisch motivierte Umschwenken auf die Linie seines Genossen
Darabos hat mit einer sachlichen Diskussion, die von Zöllner selbst
eingefordert wird, wenig zu tun", meint Kunasek.
Kritik an Zöllners plötzlichen Sinneswandel in der Wehrpflichtfrage
kommt auch vom steirischen FPÖ-Wehrsprecher im Landtag, LAbg. Gerald
Deutschmann: "Gerade der heurige Sommer hat gezeigt, wie wichtig es
ist, binnen kürzester Zeit eine große Anzahl von Soldaten aufbieten
zu können. Allein in St. Lorenzen haben über 300 Soldaten - davon die
überwiegende Mehrheit Wehrpflichtige - Schlamm, Schutt und Holz
entfernt und den Ort wieder bewohnbar gemacht", so Deutschmann,
selbst langjähriger Milizoffizier beim Bundesheer. Der Abgeordnete
weiter: "Auch wenn Herr Zöllner Parteimitglied der SPÖ ist und keinen
roten Landesparteitag auslässt, so ist er als Militärkommandant
angehalten, sich einer sachlichen Auseinandersetzung zu stellen und
nicht die vorgegebene Partei-Doktrin aus der
SPÖ-Bundesgeschäftsstelle unreflektiert zu übernehmen", so
Deutschmann.
Kunasek kann auch Zöllners Begründung für dessen Meinungsschwenk
wenig abgewinnen. "Zöllner bezieht sich auf einen inoffiziellen,
unausgereiften ÖVP-Entwurf. Gerade als Kommandant sollte er wissen,
dass eine fundierte Entscheidungsfindung anders aussieht", so Kunasek
abschließend.
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