• 30.09.2012, 12:15:21
  • /
  • OTS0036 OTW0036

Bundesheer - Cap: ÖVP-Modell bringt mehr Kosten und weniger Sicherheit

Auch Katastrophenschutz würde darunter leiden - Ziel muss Professionalisierung der Heerestrukturen sein

Utl.: Auch Katastrophenschutz würde darunter leiden - Ziel muss
Professionalisierung der Heerestrukturen sein=

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Klubobmann Josef Cap hat heute, Sonntag,
klargestellt, dass die bisher veröffentlichten Eckpunkte des
ÖVP-Wehrmodells keine Verbesserung der Heeresstrukturen mit sich
brächten. "Abgesehen davon, dass die Wehrpflicht den
sicherheitspolitischen Anforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mehr
genügt: Eine weitere Reduktion der Wehrpflicht auf "5+1" würde eine
Fülle von Problemen mit sich bringen und bestehende Schwierigkeiten
verstärken", sagte Cap am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
Bereits jetzt sei die Wehrpflicht volks- und betriebswirtschaftlich
ineffizient. Kontraproduktiv am "5+1"-Modell der ÖVP sei vor allem,
dass der Anteil von Funktionssoldaten erhöht und die ohnehin schon
geringe Ausbildungszeit weiter reduziert werde. "Noch mehr
Wehrpflichtige als Systemerhalter bringt mehr Kosten, weniger
Sicherheit und auch weniger Katastrophenschutz. Dass 60 Prozent der
Wehrpflichtigen als Köche, Kellner, usw. ausschließlich der
Systemerhaltung dienen, ist bekanntlich der Reduktion des Wehrdienst
unter Platter von acht auf sechs Monaten geschuldet", so der
SPÖ-Klubobmann. ****

Und weiter: "Zudem müssten jährlich rund 3.000 Wehrpflichtige mehr
eingezogen werden, was mit Kostensteigerungen verbunden wäre. Dass
eine weitere Reduktion der Wehrpflicht den Zwangsdienst für junge
Männer attraktiviere, ist überdies auszuschließen - vor allem wenn
diese über eine Zeitraum von drei Jahren zu Milizübungen gezwungen
werden", so der SPÖ-Klubobmann. Dass es in Europa nur mehr drei
Länder gebe, die an der Wehrpflicht festhalte, spreche für sich. Cap
plädiert für den Einsatz von Profis - beim Bundesheer, im
Katastrophenschutz, bei Auslandseinsätzen. "Professionalität ist
entscheidend für die Wirksamkeit eines Einsatzes. Mangelnde
Ausbildung und mangelnde Ausrüstung bringen Risiken mit sich. Die
denkbaren Bedrohungsszenarien des 21. Jahrhunderts verlangen nach
hochtechnisierte Spezialisten. Diesen Anforderungen sollten wir
nachkommen, wenn wir ein konkurrenzfähiges Bundesheer haben möchten."
(Schluss) mo

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel