- 27.09.2012, 14:08:06
- /
- OTS0199 OTW0199
Journalistengewerkschaft in der GPA-djp empört über Aufkündigung des Kollektivvertrags
Journalistengewerkschaft GPA-djp startet Internet-Unterstützungsaktion
Utl.: Journalistengewerkschaft GPA-djp startet
Internet-Unterstützungsaktion=
Wien (OTS/ÖGB) - "Die Aufkündigung des Kollektivvertrags für
journalistische MitarbeiterInnen bei Tages- und Wochenzeitungen durch
den Verband der Österreichschen Zeitungen (VÖZ) just im Zuge der
Terminkoordination für die nächste Verhandlungsrunde ist ein völlig
unangebrachter Eskalationsschritt", erklärt der Vorsitzende der
Journalistengewerkschaft in der Gewerkschaft der Privatangestellten,
Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Franz C. Bauer.
"Die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp fordert die Arbeitgeber
auf, diesen Schritt im Sinne weiterer vertrauensvoller Gespräche zu
überdenken. Offenbar geht es den Arbeitgebern doch um eine
dramatische Verschlechterung bei den Einkommen und Rahmenbedingungen,
auch wenn man öffentlich Gegenteiliges beteuert", ergänzt Bauer.
"Wenn im VÖZ jemand glaubt, durch diesen Schritt könne nun der
Verhandlungsprozess beschleunigt werden, so hat er die Rechnung ohne
die Stimmungslage in der Gewerkschaft gemacht. Was bleibt ist ein
großer Schaden für die sozialpartnerschaftliche Verhandlungskultur",
kommentiert der stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer,
die unerfreuliche Situation.
Die GPA-djp tritt auch der durch die Arbeitgeber vertretenen Ansicht
entgegen, durch die Kündigung entstehe ein völlig rechtsfreier Raum
bei der Vertragsgestaltung. "Nur zur Klarstellung: es gilt in solchen
Fällen immerhin noch das ortsübliche Entgelt und das ist immer noch
das im Kollektivvertrag festgelegte Entgelt", so Proyer.
Trotz dieser Provokation durch die Arbeitgeber steht die Gewerkschaft
weiterhin für konstruktive Verhandlungen im Sinne einer nachhaltigen
Lösung für die Branche zur Verfügung und hält die vereinbarten
Verhandlungstermine aufrecht. In einem offenen Brief wendet sich die
Journalistengewerkschaft an alle JournalistInnen in Österreich, in
dem die Vorgangsweise des VÖZ scharf kritisiert wird.
In den letzten Stunden sind schon viele Unterstützungserklärungen in
der GPA-djp eingetroffen. Ab sofort kann die Unterstützung der
JournalistInnen in ihren schwierigen Verhandlungen um einen neuen
Kollektivvertrag auch im Internet erfolgen unter
www.journalistengewerkschaft.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






