• 25.09.2012, 13:15:01
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FPÖ-Neubauer: Arbeiten bis 70 und Frühpension ab 40?

Aktuelle Reformvorschlags-Zurufe sind hochgradig unsozial!

Utl.: Aktuelle Reformvorschlags-Zurufe sind hochgradig unsozial!=

Wien (OTS) - "'Alle Jahre wieder', ist man geneigt zu sagen, denn
schließlich vergeht lange bevor die Pensionsanpassung für das
Folgejahr beschlossen wird, kein Tag, ohne irgendeine unappetitliche
Meldung, wie krank doch unser Pensionssystem sei, und dass die Renten
so nicht mehr finanzierbar sind. Alle Jahre wieder werden wir eines
Besseren belehrt. Die ganze Welt blickt auf unser Pensionssystem
welches auf dem Generationenvertrag beruht und entgegen aller
Unkenrufe nur einer prozentuell geringen staatlichen Zuzahlung
bedarf", stellt heute der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner
Neubauer zur aktuellen Diskussion über eine Pensionsreform fest.

"Jene, die über dermaßen überschüssige Energie verfügen, mögen diese
sinnvoll einsetzen und sich Gendanken über eine wesentlich
dringendere Sanierung der Pensionskassen machen. Doch scheinbar
möchte man dieses, als gescheitert zu betrachtende System der
Beitragsorientierung unbedingt auch noch im staatlichen Bereich
unterbringen. Dies ist in höchstem Maß unsozial", sagt Neubauer.

"Was soll mit den vielen tüchtigen Menschen im Lande passieren, die
zu wenig verdienen, um adäquate Beiträge überhaupt einzahlen zu
können? Ich denke hier nur an Frauen, vor allem Mütter, die aus den
verschiedensten Gründen auf viele Jahre zur Teilzeitarbeit gezwungen
sind. Experten haben bereits berechnet, dass nach diesem von
Wirtschaftslobbyisten dargestellten System viele bis zum siebzigsten
Lebensjahr arbeiten müssten. Da stellt sich in weiterer Folge die
Frage, wo man die Arbeitsplätze dafür hernehmen will, die es jetzt
schon nicht mehr gibt", so der freiheitliche Seniorensprecher.

"In vielen Bereichen werden bereits jetzt die Menschen in die
Frühpension gezwungen, bei der Post sogar schon gesunde und
arbeitswillige Menschen im Alter von 39 Jahren", zeigt Neubauer
anhand aktueller Fälle auf. Die Freiheitliche Partei Österreichs
bekenne sich zur staatlichen und leistungsorientierten Säule des
Pensionssystems. "Wir dürfen uns hier keine Experimente erlauben, und
schon gar nicht solche, die von vorne herein zum Scheitern verurteilt
sind. In einem derart instabilen Finanzmarkt, den Europa derzeit
darstellt, sind diese Ideen fahrlässig und wird auf dem Rücken jener
Menschen spekuliert, die nicht nur dieses Land aufgebaut, sondern
auch für den Wohlstand in diesem Land verantwortlich zeichnen",
betont Neubauer.

"Die derzeitige Art und Weise, wie die Pensionsdebatte wieder einmal
geführt wird, ist unsachlich, unredlich und vielfach
menschenunwürdig. Sie ist deshalb schleunigst zu beenden! Interessant
ist nur, dass man weder von der Jungen Wirtschaft noch von anderen
Exponenten, die nun so lautstark eine Reform fordern, einen Ton
vernimmt, wenn es um die Harmonisierung der Systeme in Richtung ASVG
bei den ÖBB, der Nationalbank, bei den Politikerpensionen oder um die
Zwangspensionierungen geht. Auch die Sozialpartner haben sich bisher
zu den arbeitsmarktpolitischen Vorschlägen bemerkenswert
zurückgehalten. Ein sinnvoller Beitrag zur Erhaltung einer
funktionierenden ersten Säule kann nur sein, den Arbeitsmarkt zu
fördern, vor allem indem man altersgerechte Arbeitsplätze schafft,
die nicht krank machen. Dann werden die Menschen auch gerne länger im
Arbeitsprozess verbleiben wollen und nur solche Maßnahmen werden
letztendlich zu einer Erhöhung des faktischen Antrittsalters führen",
hält Neubauer abschließend fest.

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