• 24.09.2012, 14:35:54
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Bayr zu Grafs Besuch in Paraguay: Graf kann nicht für die Republik Österreich sprechen

Warum verstehen ausländische Medien FPÖ-Politiker immer wieder falsch?

Utl.: Warum verstehen ausländische Medien FPÖ-Politiker immer wieder
falsch?=

Wien (OTS/SK) - Medienberichten ist zu entnehmen, dass Martin Graf
sich im Rahmen einer FPÖ-Delegation in Paraguay mit der umstrittenen
Regierung solidarisiert hat. Im Juni wurde der demokratisch gewählte
Präsident Fernando Lugo in einem Blitzverfahren, das von
ernstzunehmenden Stimmen als Putsch bezeichnet wird, des Amtes
enthoben. An der Macht ist nun der konservative Frederico Franco.
Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, kritisiert
diese Vorgangsweise: "Graf reist nach Paraguay, um dem umstrittenen
neuen paraguayischen Präsidenten Franco den Rücken zu stärken. Die
Regierung Francos wird von vielen lateinamerikanischen Ländern nicht
anerkannt und Paraguay wurde sogar aus regionalen Bünden wie dem
MERCOSUR ausgeschlossen, weil sich Franco in einem dubiosen
Blitzverfahren an die Macht gebracht hat. Nun färbt er die Regierung
und Verwaltung politisch um. Lugo vertrat die Interessen der Armen
und setzte sich für Sozialprogramm ein. Franco deckt die
Großgrundbesitzer und lädt rechte Politiker wie Martin Graf ein."
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Paraguayischen Medien titelten "Österreich drückt seine Unterstützung
für die paraguayische Regierung aus". Grafs Pressesprecher
dementierte bereits, dass der dritte Nationalratspräsident im Namen
der Bundesregierung gesprochen hat. Bayr vermutet bewusste
Inszenierungen: "Natürlich hat Martin Graf nicht offiziell im Namen
der Republik Österreich gesprochen und natürlich liegt es nicht in
Grafs Verantwortung, was die lokalen Medien schreiben, aber seinen
Auftritt und dessen Wirkung wird er sicher gut geplant haben."

Dass diese Vorgehensweise kein Einzelfall ist, sondern in der FPÖ
System hat, belegen auch Medienberichte über den Iran-Besuch des
FPÖ-Abgeordneten Dr. Klaus Fichtenbauer, Vorsitzender des
Landesverteidigungsausschusses. Nach dessen Besuch im Jahr 2009
titelte die Kayhan International, dass Österreich seine Bereitschaft,
im Iran zu investieren, bekundet habe und in anderen Medien war über
den Ausbau der friedlichen Beziehungen zwischen Österreich und dem
Iran zu lesen. Bayr stellt klar, "dass Peter Fichtenbauer
fälschlicherweise im Namen der Republik Österreich zitiert wurde" und
fragt: "Warum werden Politiker der FPÖ von ausländischen Medien immer
wieder falsch verstanden? Ist das vielleicht wieder eine Verschwörung
gegen die FPÖ Politiker?" (Schluss) gd/mp

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