- 24.09.2012, 13:46:37
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Bayr: "Fischereipolitik der EU muss endlich nachhaltig werden"
Bayr zum EU-Ministerrat Fischerei: Beifang bleibt ein großes Problem
Utl.: Bayr zum EU-Ministerrat Fischerei: Beifang bleibt ein großes
Problem=
Wien (OTS/SK) - Heute und morgen kommt der EU Ministerrat zu
Landwirtschaft und Fischerei zusammen. Auf der Tagesordnung steht
unter anderem die Errichtung eines neuen europäischen Fonds für die
Meeres- und Fischereipolitik (EMFF). Der EMFF ist ein wichtiger
Pfeiler der Reform der gemeinsamen Fischereipolitik, der 2014 bis
2020 zum Einsatz kommen soll. Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für
globale Entwicklung, pocht zum wiederholten Male auf eine
grundlegende Reform der EU-Fischereipolitik: "Die Pläne für den neuen
europäischen Fonds für die Meeres- und Fischereipolitik der EU lesen
sich grün angestrichen. Es sollen keine großen Fischtrawler mehr
gebaut und dafür die kleine Küstenfischerei gefördert werden. Ganz im
Sinne der momentan modernen Nachhaltigkeitsdebatte. Ich fürchte aber,
dass es in Wahrheit anders aussehen wird." ****
Zurzeit erlaubt die EU eine rücksichtslose Ausbeutung der Meere. "Die
riesigen industriellen Fischereiflotten können gar nicht nachhaltig
produzieren. Sie grasen die Meere komplett ab und produzieren bis zu
60 Prozent Beifang, der tot wieder ins Meer gekippt wird. Für die
lokalen KüstenbewohnerInnen sind diese Fische natürlich verloren. Ich
rufe die zuständigen Minister auf, die Prinzipien des neuen
Fischereifonds tatsächlich nachhaltig auszugestalten. Das heißt, dass
nur so viel Fisch gefangen werden darf, dass die Bestände nicht
reduziert werden und auch noch zukünftige Generationen in den Genuss
dieser Fischart kommen", betont Bayr und ergänzt: "Nachhaltig heißt
auch, dass soziale und ökologische Standards eingehalten werden
müssen. Den lokalen FischerInnen darf die Lebensgrundlage nicht
weggefischt werden, und die Umwelt darf nicht unter den Folgen der
intensiven Aquakultur leiden, um nur einige Kriterien zu nennen."
(Schluss) ah/mp
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