• 20.09.2012, 12:32:30
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  • OTS0183 OTW0183

Kadenbach wendet sich nach Gentechnik-Studie mit Dringlichkeitsantrag an EU-Kommission

SPÖ-Europaabgeordnete sieht sich mit wissenschaftlicher Studie in ihrer politischen Arbeit bestätigt - "Können nicht zur normalen Tagesordnung übergehen"

Utl.: SPÖ-Europaabgeordnete sieht sich mit wissenschaftlicher Studie
in ihrer politischen Arbeit bestätigt - "Können nicht zur
normalen Tagesordnung übergehen"=

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach nimmt das
soeben veröffentlichte Ergebnis einer französischen Forschergruppe zu
genveränderten Lebensmitteln mit Entsetzen zur Kenntnis. "Wir können
mit den neuen Fakten nicht zur normalen Tagesordnung übergehen. Mit
gentechnisch verändertem Mais gefütterte Ratten sterben jünger und
erkranken deutlich häufiger an Krebs als Tiere, die herkömmliche
Nahrung erhalten. Das Argument der GVO-Befürworter, wonach es keine
gesicherten Nachteile gebe, fällt damit wie ein Kartenhaus zusammen",
sagt Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des EU-Parlaments. ****

Kadenbach sieht ihren politischen Kurs bestätigt: "Ich habe bei
Gentechnik in Lebensmitteln immer für eine Nulltoleranzregel
plädiert. Das jetzige Ergebnis muss die EU-Kommission zum Umdenken
anregen. Ich habe daher umgehend eine dringliche schriftliche Anfrage
an die EU-Kommission übermittelt, um den politischen Prozess zu
beschleunigen."

"Das EU-Parlament hat sich bereits mehrheitlich für das
Vorsorgeprinzip bei GVOs ausgesprochen", so Kadenbach. In der
legislativen Entschließung betreffend die den Mitgliedstaaten
eingeräumte Möglichkeit, den Anbau von GVO auf ihrem Hoheitsgebiet zu
beschränken oder zu untersagen hat sich das Europäische Parlament in
einer Erwägung dafür ausgesprochen, dass dem Vorsorgeprinzip Rechnung
getragen werden muss.

Die SPÖ-EU-Abgeordnete übermittelte der EU-Kommission folgende
Fragen:

Hat die EU-Kommission die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu
gentechnisch veränderten Lebensmitteln zur Kenntnis genommen?
Welche Schlussfolgerungen zieht die EU-Kommission aus der Studie?
Plant die EU-Kommission, ihre Politik hinsichtlich genveränderter
Lebensmittel in Europa zu überdenken? (Schluss) sv/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]

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