• 19.09.2012, 10:38:53
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Nationalrat - Cap: Mehr Profis, mehr Sicherheit - Österreich braucht ein Berufsheer

Ergebnis der Volksbefragung muss verpflichtend umgesetzt werden

Utl.: Ergebnis der Volksbefragung muss verpflichtend umgesetzt
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Wien (OTS/SK) - "Wir befinden uns an einer Schnittstelle der
Entwicklung des österreichischen Bundesheers." Das stellte
SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Mittwoch im Nationalrat im Rahmen der
Aktuellen Stunde "Mehr Profis, mehr Sicherheit - Österreich braucht
ein Berufsheer" fest. Er verwies auf die lange Diskussion zur Zukunft
des Bundesheeres und begrüßte die für 20. Jänner angesetzte
Volksbefragung als Einsatz eines direkt demokratischen Instruments.
"Selbstverständlich muss das Ergebnis verpflichtend umgesetzt
werden", so Cap. Ein Profiheer wäre für Österreich ein großer
Fortschritt und von Vorteil, erläuterte Cap, Effizienzsteigerungen
wären nur durch Professionalisierung möglich. "Außerdem dürfen junge
Leute nicht mehr Zeit in einem nutzlosen System verlieren", so Cap.
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Cap verwies auf die lange Diskussion zur Weiterentwicklung des
österreichischen Bundesheers und auch auf die Ergebnisse der
Bundesheerkommission, in der namhafte Persönlichkeiten schon den Weg
in Richtung Profiheer vorgegeben hatten. Jetzt gelte es, eine breite
Debatte zu führen. "Was ist für Österreich besser, was ist für die
Sicherheit Österreichs besser, was ist besser für den
Katastrophenschutz?" In Europa gebe es nur mehr drei Länder mit
Wehrpflicht, führte der SPÖ-Klubobmann weiter aus, der größte Teil
habe bereits auf ein Berufsheer umgestellt. Darüber hinaus sind nur
sechs Prozent der Rekruten im Katastrophenschutz tätig. Ein größerer
Teil diene als Systemerhalter - als Kraftfahrer, Kellner, Köche oder
Elektriker.

Generell plädierte Cap für den Einsatz von Profis - beim Bundesheer,
im Katastrophenschutz, bei Auslandseinsätzen. "Professionalität ist
entscheidend für die Wirksamkeit eines Einsatzes", betonte Cap. "Wir
dürfen unsere Soldaten keinen Risiken durch mangelnde Ausrüstung und
mangelnde Ausbildung aussetzen. Auf Grund der aktuellen
Bedrohungsbilder brauchen wir hochtechnisierte Spezialisten, wenn das
Bundesheer wirklich konkurrenzfähig sein will."

Cap erinnerte ÖVP und FPÖ daran, dass sie in der Vergangenheit für
ein Profi- und Berufsheer eingetreten waren und zitierte dazu
Wolfgang Schüssel, Erwin Pröll und Günther Platter. "Erklären Sie
uns, was passiert ist, dass sie nicht mehr für ein Profiheer sind",
so Cap in Richtung ÖVP, die er aufforderte ihre Position zu
überdenken. (Schluss) ah/sas/mp

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