• 18.09.2012, 13:42:14
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Laut "Clean Clothes" arbeiteten Brandopfer in Pakistan für KIK-Zulieferer - SP-Bayr ruft KIK zum Handeln auf

Sicherheitsstandards und Arbeitsrechte müssen eingehalten werden, weltweit

Utl.: Sicherheitsstandards und Arbeitsrechte müssen eingehalten
werden, weltweit=

Wien (OTS/SK) - Laut Angaben der "Clean Clothes"-Kampagne soll der
verheerende Unfall in der Textilfabrik in Karachi, Pakistan, in einem
Zulieferbetrieb, der auch für die Textilkette KIK produziert,
passiert sein. Letzte Woche starben bei einem Brand in der Fabrik
fast 300 Menschen, weil Sicherheitsstandards missachtet wurden. Petra
Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für globale Entwicklung, ruft KIK, das
bisher noch keine Stellung abgegeben hat, zum Handeln auf: "Ich
erwarte, dass KIK - falls es sich um einen Zulieferbetrieb handelt -
sich möglichst bald öffentlich für den Vorfall entschuldigt und alle
nötigen Konsequenzen zieht: Der großzügigen Entschädigung der
überlebenden Opfer und aller Angehörigen muss die verbindliche
Einführung von ausreichenden Sicherheitsstandards und
arbeitsrechtlichen Mindestnormen in allen Zulieferbetrieben folgen."
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KIK hat 3.200 Geschäfte in acht europäischen Ländern, darunter auch
in Österreich und lässt in den so genannten Schwellen- und
Entwicklungsländern produzieren. Nach dem Ausbrechen des Feuers in
dem Betrieb in Karachi konnte etwa die Hälfte der 600 Arbeiterinnen
und Arbeiter die Fabrik nicht verlassen, weil die Ausgänge verriegelt
waren. Sie starben in den Flammen. Personen aus den oberen
Stockwerken konnten sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten.
Dabei zogen sie sich Knochenbrüche zu.

Nach Angaben der "Clean Clothes"-Kampagne, die sich aktiv für faire
Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelproduktion
einsetzt, wurden in der Textilfabrik in Karachi Jeans mit dem Etikett
"Okay" verkauft. Diese gibt es auch in Österreich zu kaufen. Petra
Bayr betont die Rolle der Konsumentinnen und Konsumenten: "Jede
Kaufentscheidung soll im Bewusstsein ihrer Folgen über die nationalen
Grenzen passieren. Als Konsumentin habe ich nicht nur die Möglichkeit
dank international anerkannter Zertifikate faire Entscheidungen zu
treffen. Ich kann auch bei den herstellenden und vertreibenden Firmen
nachfragen, unter welchen Umständen produziert wird und wie ein
Unternehmen zu Vorwürfen und Vorfällen steht. Das zeigt, dass es mir
nicht 'wurscht' ist, wenn andere Menschen für meine billige Jeans
ausgebeutet werden." (Schluss) ah/mp

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

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