- 17.09.2012, 09:29:34
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Ulrichsbergtreffen - Bayr: Keine Veranstaltungen subventionieren, bei denen ehemalige Waffen-SSler auftreten
Trotz Beteuerungen wieder keine Distanzierung vom rechten Rand am heurigen Ulrichsbergtreffen
Utl.: Trotz Beteuerungen wieder keine Distanzierung vom rechten Rand
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Wien (OTS/SK) - SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr kritisiert am
Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, dass das Ulrichsbergtreffen in
Kärnten die im Vorfeld beteuerte Abgrenzung vom rechten Rand nicht
eingehalten hat. Beim diesjährigen Treffen hielt ein ehemaliges
Mitglied der Waffen-SS die Festrede und der Obmann der
Ulrichsberggemeinschaft behauptete, dass die Waffen-SS ja keine
verbrecherische Organisation gewesen sei. "Es ist für mich nicht
nachvollziehbar, dass in Österreich noch immer Veranstaltungen mit
öffentlichen Geldern subventioniert werden, bei denen ehemalige
SS-Mitglieder auftreten", sagt Bayr. Über 10.000 Euro bezahlt die
Stadt Klagenfurt in Form von "Sachsubventionen"; laut Rechnungshof
hat der Verein zwischen 2008 und 2010 insgesamt 60.000 vom Land
bekommen. "Und das reicht der Ulrichsberggemeinschaft immer noch
nicht, sie will höhere Förderungen, weil das Bundesheer keine
Infrastruktur mehr zur Verfügung stellt", kritisiert Bayr. ****
"Das Geld, das in Kärnten ins Ulrichsbergtreffen fließt, wäre besser
in Neuwahlen angelegt, damit die Kärntnerinnen und Kärntner endlich
eine Regierung bekommen, die an die Zukunft denkt", unterstreicht die
SPÖ-Abgeordnete, und stellt fest: "Die Waffen-SS sollte Teil unserer
Geschichte und nicht der Gegenwart sein und als solcher aufgearbeitet
statt gefeiert werden." Für Bayr ist es "höchst an der Zeit, einen
Schlussstrich unter diese Veranstaltung zu ziehen, bei der alte und
Neonazis sich und ihr ewiggestriges Gedankengut öffentlich zur Schau
stellen". (Schluss) bj
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