- 12.09.2012, 09:17:53
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Leichtfried/Kadenbach: Konservative stimmten für Gesetzeslücke bei Kennzeichnung von Rindfleisch
SPÖ-Europaabgeordnete wollten die seit Jahren bestehende freiwillige Etikettierung von regionaler Herkunft erhalten
Utl.: SPÖ-Europaabgeordnete wollten die seit Jahren bestehende
freiwillige Etikettierung von regionaler Herkunft erhalten=
Wien (OTS/SK) - Im Europäischen Parlament in Straßburg haben die
konservativen Europaabgeordneten gestern, Dienstag, mehrheitlich
gegen die seit Jahren bestehende freiwillige Kennzeichnung gestimmt,
wie die elektronische Stimmauswertung Mittwochvormittag ergeben hat.
Konkret handelt es sich um den Bericht hinsichtlich der
elektronischen Kennzeichnung von Rindern und zur Streichung der
Bestimmungen über das System der freiwilligen Etikettierung von
Rindfleisch, hier um den Änderungsantrag Nummer 46. ****
"Ab dem 1. Jänner 2014 soll damit auf Wunsch der konservativen
Mehrheit im Europaparlament die Möglichkeit der freiwilligen
Etikettierung in der bisherigen Form gestrichen werden. Das ist ein
wesentlicher Rückschritt und öffnet eine Gesetzeslücke. Die
SPÖ-Europaabgeordneten haben geschlossen gegen diesen von der EVP
eingebrachten Antrag gestimmt", erläutert SPÖ-EU-Delegationsleiter
Jörg Leichtfried, Vizepräsident der Animal Welfare Intergroup im
Europäischen Parlament.
Als freiwillige Angaben waren beispielsweise anzuführen: "Styria
Beef", "Weiderind", "Almochs", "Salzburger Jungrind aus
Mutterkuhhaltung" und die Bauernauslobung. Mit konservativer Mehrheit
wurde ebenfalls der Artikel 18 gelöscht, der bisher vorsah, dass
Tiere, die aus Drittländern in die Union kommen, denselben
Kennzeichnungsvorschriften unterliegen sollten wie Tiere, die
innerhalb der Union geboren sind.
Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im zuständigen
Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit sieht insbesondere jene Regionen
benachteiligt, die mit der besonderen Qualität in Form einer
freiwilligen Kennzeichnung geworben haben. "Verpflichtende Elemente
der Lebensmittelkennzeichnung bleiben zwar bestehen. Doch gerade die
regionale Ursprungskennzeichnung als besondere Auszeichnung war
bisher in der Landwirtschaft ein wichtiger Faktor für die
Konsumentinnen und Konsumenten", so Kadenbach. (Schluss) mo
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]
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