- 06.09.2012, 11:34:46
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Weidenholzer: Glühbirnen - Fehler sind dazu da, sie zu korrigieren
Verordnung sollte rückgängig gemacht werden - Nachteile bei Energiesparlampen überwiegen
Utl.: Verordnung sollte rückgängig gemacht werden - Nachteile bei
Energiesparlampen überwiegen=
Wien (OTS/SK) - Seit Anfang September dürfen in der Europäischen
Union keine herkömmlichen Glühbirnen mehr erzeugt oder hierher
importiert werden. "Die im Februar 2009 von der EU-Kommission
beschlossene Verordnung war immer schon umstritten. Schon meine
Vorgängerin als oberösterreichische EU-Abgeordnete, Maria Berger,
zeigte 2008 die Schwächen der Verordnung auf und bemühte sich
gemeinsam mit Hannes Swoboda um eine Verschiebung des Beschlusses bis
nach Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages, weil dann auch das
Parlament mitentscheiden hätte können. Die Verordnung wäre dann in
dieser Form sicherlich nie in Kraft getreten", so der
SPÖ-EU-Abgeordnete Josef Weidenholzer am Donnerstag gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ. ****
"Die wenig geliebten Energiesparlampen als Ersatz für die Glühbirnen
sind mittlerweile über 20 Jahre auf dem Markt. Sie sind technisch so
weit ausgereift, dass sie nur mehr sehr gering verbessert werden
können", betont Weidenholzer. Der Vorteile der Energiesparlampen
liegen in ihrer langen Lebensdauer und der besseren Energieeffizienz.
Diese wird in einer Skala von A bis G gemessen. Herkömmliche
Glühbirnen liegen jenseits der Klassifizierung "C", die ab September
die Grenze des Erlaubten darstellt.
Der Europaparlamentarier betont, dass die Nachteile der
Energiesparlampe ebenso evident seien. Vor allem wird der
Quecksilbergehalt bemängelt. "Der Einsatz von Quecksilber wurde in
anderen Bereichen, wie z.B. beim Fieberthermometer, von der
Kommission zu Recht verboten. In der als Umweltmaßnahme bezeichneten
Verordnung zur Haushaltsbeleuchtung wird aber nun Quecksilber im
großen Stil zurück in die Haushalte der Europäerinnen und Europäer
gebracht", kritisiert Weidenholzer.
Auch das "kalte" Lichtspektrum der Lampen, die Anlaufzeit, die Kosten
und natürlich die geringe Rücklaufquote bei der Entsorgung der Lampen
werden als Kritikpunkte angeführt. "Die Energiesparlampen müssen wie
Sondermüll entsorgt werden. Derzeit werden nur etwa 10 bis 20 Prozent
fachgerecht entsorgt. Dabei handelt es sich um Produkte, die 'nicht
direkt mit den Händen' angefasst werden sollen und wo man, nach dem
sie aus irgendeinem Grund zerbrochen sind, anschließend 'den Raum 30
Minuten lüften' soll", erläutert Weidenholzer.
"Die hinter der Verordnung stehende Intention war ursprünglich gut
gemeint. Niemand kann dagegen sein, Energieverbrauch und Abgase zu
reduzieren. Die Kommission hat jedoch Fehler gemacht und eine
überholte Technologie durch eine andere, ebenso überholte, ersetzt
und wie so oft nur den Interessen der großen Konzerne nachgegeben",
so der SPÖ-Politiker. Josef Weidenholzer wird daher in den nächsten
Wochen, gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Parlament,
darauf hinwirken, die Verordnung rückgängig zu machen und
vernünftigere Alternativen zu ermöglichen. (Schluss) bj/mp
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