• 05.09.2012, 11:47:54
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FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Sexualstraftäter mit GPS-Sender - ein gefährlicher Menschenversuch!

Elektronische Fußfesseln eignen sich nach Expertenmeinung bestenfalls für Kleinkriminelle

Utl.: Elektronische Fußfesseln eignen sich nach Expertenmeinung
bestenfalls für Kleinkriminelle=

Wien (OTS) - "Ein Fall aus Deutschland belegt, dass der Sender eines
Vergewaltigers noch nicht einmal eine Bewegungsmeldung abgegeben
hat, als der Wiederholungstäter bereits eine Frau in der
Nachbarwohnung überfiel", berichtet die freiheitliche
Gesundheitssprecherin NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.
"Abgesehen von möglichen technischen Störungen und Empfangsproblemen
des GPS-Systems, ist es ist blanker Zynismus der Justizministerin,
die Fußfessel für Sexualstraftäter mit einem GPS-Sender auszustatten
und möglicherweise das Opfer gleich dazu", so Belakowitsch-Jenewein.

"Jede Annäherung des Täters an das Opfer würde einen Alarm auslösen.
Die Opfer wären gleichsam durch einen Alarmton gewarnt, zeigt sich
die Ministerin erfreut! Fast kann man den Eindruck gewinnen, dass
sich die Justizministerin am Leid der Opfer weidet und diese dafür
auch noch mit einem akustischen Signal ausstattet, um sie immer
wieder an die erlittene Pein zu erinnern", kritisierte
Belakowitsch-Jenewein.

Viele Opfer sexueller Gewalt seien oft jahrelang schwer
traumatisiert, könnten kaum über das Erlebte sprechen und litten an
physischen und psychischen Folgeerkrankungen. Jahrelange Therapien,
eine Odyssee an Arzt- und Krankenhausbesuchen, seien für die meisten
Opfer trauriger Alltag.

"Wenn es die Ministerin ernst damit meint, dass sich Täter den
Opfern nicht mehr nähern dürfen, so gibt es eine ganz einfache
Möglichkeit: die Täter wegsperren! Die Fälle der letzten Wochen sind
auch deswegen so unfassbar, da sowohl Justizanstalt wie auch BEST,
die Begutachtungsstelle für Sexualstraftäter, in beiden medial
bekanntgewordenen Fällen gegen eine Fußfessel waren", so
Belakowitsch-Jenewein.

"Die Bevölkerung ist ob dieses völlig irrwitzigen, vorgeblich
'humanen' Strafvollzugs zu Recht empört. Ein Umdenken ist
unerlässlich, es muss endlich Opferschutz, nicht Täterschutz,
praktiziert werden", forderte Belakowitsch-Jenewein.

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