- 04.09.2012, 10:50:36
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FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Vermehrte Kontrollen der Jugendämter sind notwendig
Immer wieder werden grobe Betreuungsmängel bekannt
Utl.: Immer wieder werden grobe Betreuungsmängel bekannt=
Wien (OTS) - "Die Ankündigung der Justizministerin, mehr
gerichtliche Kontrollen der Jugendämter durchzuführen, war längst
überfällig", so heute FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg Dr. Dagmar
Belakowitsch-Jenewein. "Die Jugendwohlfahrt, die sich zum Staat im
Staat entwickelt hat, und fernab jeder Kontrolle agieren kann, nimmt
den leiblichen Eltern von Jahr zu Jahr mehr Kinder weg. Dabei sind
die Gründe oft mehr als fadenscheinig und selten Beweise für die
vorgeschobenen Abnahmegründe vorhanden. Die abgenommenen Kinder
werden nur allzu oft für Sozialexperimente der Jugendwohlfahrt
missbraucht. Darunter sind auch Kleinstkinder, deren Zukunft
angeblich besser in den Händen alleinstehender Frauen liegt oder in
Sozialeinrichtungen, in denen es immer wieder zu sexuellen
Übergriffen kommt", schildert Belakowitsch-Jenewein einige
Missstände.
Die psychische aber auch die physische Gesundheit der Kinder werde
dabei völlig außer Acht gelassen: "Besonders tragisch ist etwa der
Fall einer Vierzehnjährigen, die zu ihrer Wohngemeinschaft oft
keinen Zutritt hatte, alleine durch Wien irrte und im Juli dieses
Jahres mitten in der Nacht bei einer Busstation vergewaltigt wurde.
Selbst danach beschränkte sich die 'Hilfe' der Sozialarbeiter
darauf, dem Mädchen einen Zettel mit der Adresse eines Krankenhauses
in die Hand zu drücken."
Belakowitsch-Jenewein weiter: "Solange die Einstellung den Kindern
gegenüber so gleichgültig und verachtend ist, wie sie in den
vergangenen vierzig Jahren war, werden Kontrollen der Jugendämter
alleine nicht reichen. Nötig wären auch eine Evaluierung und eine
Statistik über den weiteren Lebensweg von Kindern, die nicht im
familiären Verband aufwachsen. Leider gibt es eine solche nicht.
Insofern bleibt die Frage offen, welche Parameter aussagen, dass die
Unterbringung fernab der Eltern für die Kinder und deren Zukunft
wirklich bessere Lebenschancen bietet. Hier sind im Namen des
Kindeswohls dringendst Nachbesserungen zu treffen und substantielle
Kontrollmechanismen zu etablieren. Feigenblattstrategien wie etwa
jährliche Stichproben werden nicht ausreichen."
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