• 31.08.2012, 15:29:44
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Leichtfried: Rücktritt von Strache ist jetzt fällig

SPÖ-EU-Delegationsleiter: Umsetzung von Strache-Ideen würde den Verlust hunderttausender Industriearbeitsplätze bedeuten

Utl.: SPÖ-EU-Delegationsleiter: Umsetzung von Strache-Ideen würde
den Verlust hunderttausender Industriearbeitsplätze bedeuten=

Wien (OTS/SK) - Der Delegationsleiter der SPÖ-Europaabgeordneten,
Jörg Leichtfried, verlangt den Rücktritt von FPÖ-Chef
Heinz-Christian Strache. "Strache wird zunehmend zur
wirtschaftlichen Gefahr für Österreich. Wirtschaftspolitisch
sinnvolle und anerkannte Maßnahmen zur Stabilisierung der Krise, wie
der Kauf von Staatsanleihen durch die EZB, werden kritisiert.
Andererseits sympathisiert Strache mit einem Austritt aus der
Euro-Zone, was Österreich um Jahre zurückwerfen würde", so
Leichtfried am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Den von
Strache geforderten Rücktritt Nowotnys kann Leichtfried nicht
nachvollziehen. Mit 4,5 Prozent Arbeitslosigkeit verzeichnete
Österreich nach erst heute veröffentlichten Zahlen unverändert
gegenüber Juni die niedrigste Rate in der gesamten EU. ****

Der SPÖ-EU-Abgeordnete macht darauf aufmerksam, dass der von Strache
angedeutete Austritt Österreichs aus der Euro-Zone und somit die
Rückkehr zum Schilling eine Katastrophe für Österreich wäre.
Beispielsweise hängt in der Steiermark jeder zweite Arbeitsplatz vom
Export ab, vor allem in der Automobilindustrie. Bei einer Rückkehr
zum Schilling gäbe es nicht nur in der Steiermark, sondern in ganz
Österreich eine Verdoppelung der Arbeitslosigkeit. "Strache
gefährdet hunderttausende Industriearbeitsplätze und sollte daher
besser seinen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen", so der
SPÖ-Europaabgeordnete.

"Strache setzt aber auch mit seinem wirren Kurs im Hinblick auf die
Länder mit derzeit größeren wirtschaftlichen Problemen innerhalb der
Euro-Zone die Zukunft Österreichs aufs Spiel. Treten die
Schuldenländer aus dem Euro aus, kommt auf Österreich laut WIFO eine
tiefe Rezession zu. Die heimische Wirtschaft würde im kommenden Jahr
um knapp 11 Mrd. und 2014 um 32 Mrd. Euro schrumpfen. Vor allem
deshalb, weil die Exporte einbrechen würden. Die Arbeitslosenrate
würde von jetzt 4,5 auf bis zu 7,6 Prozent hochschnellen, das wären
um bis zu 140.000 Menschen ohne Arbeit mehr." (Schluss) bj

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