- 22.08.2012, 12:50:48
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Bayr begrüßt das Verbot weiblicher Genitalverstümmelung in Somalia
Gesetz muss auch umgesetzt werden - Bewusstseins- und Bildungsarbeit nötig
Utl.:
Utl.: Gesetz muss auch umgesetzt werden - Bewusstseins- und
Bildungsarbeit nötig=
Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, die Gründerin der österreichischen
Plattform StopFGM und SPÖ-Bereichssprecherin für globale
Entwicklung, begrüßt, dass die neue somalische Verfassung weibliche
Genitalverstümmlung verbietet: "In Somalia sind 96 Prozent der
Frauen genital verstümmelt. Am weitesten ist die so genannte
Infibulation verbreitet. Bei dieser die Art werden die äußeren und
inneren Schamlippen größtenteils oder komplett entfernt, ebenso wie
die Klitoris. Zusätzlich wird die Vaginalöffnung auf eine meist nur
stecknadelkleine Öffnung verengt. Es ist ein großer Schritt, diese
grausame Tradition, die keine religiöse Grundlage hat, zu verbieten
und dies in der Verfassung zu verankern." ****
Das rechtliche Verbot ist jedoch nur der erste Schritt in der
Beseitigung dieser Menschenrechtsverletzung, mahnt Bayr: "Ein gutes
Gesetz reicht leider nicht aus, um FGM auch tatsächlich aus dem
Leben der Menschen zu verbannen. Es bedarf nun sehr viel
Bewusstseins- und Bildungsarbeit, um die nicht zu rechtfertigende
Tradition zu beenden."
Laut der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit 140 Millionen
Frauen und Mädchen genital verstümmelt und leiden in der Folge oft
ihr Leben lang an den körperlichen und seelischen Schmerzen. Die
mehr als 5.000 Jahre alte Tradition ist nicht religiös begründet und
macht vor keiner gesellschaftlichen Schicht halt. FGM wird nicht nur
in afrikanischen, sondern auch in asiatischen und europäischen
Ländern praktiziert. (Schluss) eg
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