- 17.08.2012, 15:06:04
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FPÖ: Hübner: Republika Srpska nicht mit Bosnien-Herzegowina fusionieren!
Hannes Swoboda prolongiert das Versagen der EU am Balkan
Wien (OTS) - In einem Interview für die bosnische Zeitung "Dnevni
Avaz" habe Hannes Swoboda, Vorsitzender der sozialdemokratischen
Fraktion im Europaparlament, festgestellt, dass es für
Bosnien-Herzegowina kein zypriotisches Modell geben werde und die
Republika Srpska ohne den anderen Teil Bosniens niemals Mitglied der
Europäischen Union werden könne, berichtet der außen- und
europapolitische Sprecher der FPÖ, NAbg. Dr. Johannes Hübner.
"Es ist erschreckend, mit welcher Überheblichkeit Hannes Swoboda
einer ganzen Region seine persönliche Meinung aufzwingen will.
Swobodas Interview in einer bosnischen Zeitung wurde in der Republika
Srpska sehr negativ aufgenommen und hat auch die Beziehungen der
Republik Österreichs zu Serbien und der Republika Srpska wieder
einmal belastet", führt Hübner aus.
"Mir ist schon klar, dass der politische Wille der Bevölkerung - hier
in der Republika Srpska - bei Vertretern der EU-Nomenklatura nicht
wirklich zählt, aber dass das seit zwanzig Jahren andauernde
Unvermögen der 'Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina'
gegenwärtig von Valentin Inzko prolongiert und von Hannes Swoboda
befürwortet wird, beweist die Politik des 'double standard' am Balkan
gegenüber den Serben", stellt Hübner fest.
"Ähnlich wie bei der an der Bevölkerung vorbei geführten und
elementare wirtschaftliche Gegebenheiten ignorierenden Einführung des
Euro will man in Bosnien einmal mehr auf Brüssels Irrtümer beharren.
Staaten, deren Völker nicht in einer gemeinsamen Einheit leben
wollen, sind zum Untergang bzw. zur Auflösung verurteilt. Das hat man
nicht nur in Jugoslawien selbst, sondern auch in der
Tschechoslowakei, der Sowjetunion und vor fast 100 Jahren in der
österreichisch-ungarischen Monarchie gesehen. In Bosnien verweigert
die überwältigende Mehrheit einer der konstituierenden Volksgruppen -
nämlich die Serben - die Mitarbeit am gemeinsamen Staat und verlangt
die Unabhängigkeit oder Vereinigung mit dem 'Mutterland'. Fast 20
Jahre internationaler Gängelung, wirtschaftlicher Erpressung und
geistiger 'Umerziehungsversuche' haben daran nichts geändert. Fehler
einzugestehen, falsche Wege zu verlassen, neue Lösungen zu suchen
oder gar den Willen der Bevölkerung zu beachten, ist offenbar für die
EU-Nomenklatura - siehe Hannes Swobodas jüngsten Sager - völlig
undenkbar", schloss Hübner.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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