- 05.08.2012, 11:45:37
- /
- OTS0017 OTW0017
Hiroshima-Gedenktag - Bayr: Hiroshima darf nicht in Vergessenheit geraten
Auch friedliche Nutzung von Atomkraft birgt viel Sprengkraft in sich - Erneuerbare Energien weiter fördern
Wien (OTS/SK) - Am 6. August 1945 wurde von den USA eine Atombombe
auf Hiroshima abgeworfen. Anlässlich des Hiroshima-Gedenktags am 6.
August betont SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra
Bayr am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Dieses Ereignis
brannte sich in das kollektive Gedächtnis der Nachkriegsgeneration,
es darf aber auch in den folgenden Generationen nicht in
Vergessenheit geraten." Seit Hiroshima werde der Gebrauch von
Atomkraft in zwei Kategorien geteilt: die kriegerische und die
sogenannte friedliche Nutzung. "Ereignisse wie jene rund um das
Atomkraftwerk Fukushima im Vorjahr zeigen, dass selbst die Nutzung
der Atomenergie für vermeintlich friedliche Zwecke sehr viel
Sprengkraft in sich birgt und nicht zu einer Welt gehört, wie wir sie
wollen. Das musste gerade Japan nun nach Hiroshima ein weiteres Mal
leidvoll erfahren", sagte Bayr. ****
Am Hiroshima-Gedenktag, wenige Wochen nach dem internationalen Gipfel
für nachhaltige Entwicklung Rio+20, sei es immer noch unfassbar, dass
Atomenergie unter dem neuen Modebegriff "Green Economy" subsummiert
wird, so Bayr. "Atomstrom ist nicht grün und Atomenergie kann nicht
nachhaltig sein", betonte die SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung,
und bedauerte, dass es "beim Nachhaltigkeitsgipfel in Rio leider
keinen internationalen Konsens, dass Atomstrom keine Option ist",
gab. Nachhaltige Entwicklung sei aber aufgrund der Risiken und
Gefahren nur ohne Atomenergie möglich.
Langfristig müssen die erneuerbaren Energien weiter gefördert
werden. "Es gibt Alternativen zu Atomstrom: Nachhaltige erneuerbare
Energien, wie Solar- oder Windenergie sind gefahrenlos, sie sind
egalitär, können nicht von wenigen kontrolliert werden und sind somit
ein Beitrag zu gleicher Verteilung und damit zu sozialem Frieden",
unterstrich Bayr und wies darauf hin: "Wir müssen nur achtgeben, dass
das grüne Mascherl nicht den Falschen, wie Agrotreibstoffen oder eben
Atomenergie, umgebunden wird."
Abschließend betonte die Abgeordnete: "Wir dürfen Hiroshima nie
vergessen, denn was vor mittlerweile 67 Jahren passiert ist, geht uns
und die zukünftigen Generationen an." (Schluss) bj/tt
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






