• 23.07.2012, 14:13:20
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ÖGB zu FLAF: Schuldenabbau durch wertschöpfungsbasierte Finanzierung

Inflationsanpassung dringend erforderlich

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Finanzierung des
Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) muss dringend neu gestaltet
werden", sagt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht. Der FLAF
hat zwei grundsätzliche Probleme: "Die Einnahmen des FLAF kommen
überwiegend aus Geldern der Unselbstständigen. Die Ausgaben kommen
aber auch denjenigen zugute, die nichts einzahlen, etwa Bauern und
Selbständige", so Ruprecht. Der ÖGB fordert daher eine
wertschöpfungsbasierte Finanzierung des FLAF: "Damit würden alle
Unternehmen einen gerechten Beitrag leisten, die Benachteiligung
beschäftigungsintensiver Branchen hätte ein Ende."

Der FLAF weist seit Jahren ein Defizit auf. "Statt die Finanzierung
zu reformieren, wurden dem FLAF in den vergangenen Jahren aber noch
zusätzliche Ausgaben auferlegt", sagt Ruprecht. Damit Familie und
Beruf besser vereinbar sind, sollte die Familienpolitik künftig mehr
Sachleistungen anbieten. Ruprecht: "Ein gewisser Prozentsatz der
Einnahmen aus dem FLAF muss zweckgebunden für die Kinderbetreuung
verwendet werden. Derzeit fehlen vor allem Betreuungsangebote für
Kinder im Alter von unter drei Jahren sowie im ländlichen Bereich.
Kinderbetreuungseinrichtungen in Betrieben müssen ebenfalls verstärkt
gefördert werden."

Auch die von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner angekündigte
Inflationsanpassung der Familienbeihilfe würde die Vereinbarkeit
verbessern. "Mit dem Stabilitätspaket haben Familien viel Geld
verloren. Die Valorisierung der Familienbeihilfe ist daher nur
sinnvoll."

Rückfragehinweis:
ÖGB-Kommunikation
Katja Dämmrich
Tel.: 01 534 44-29265
E-Mail: [email protected]
www.oegb.at

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