- 20.07.2012, 14:08:36
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FPÖ: Belakowitsch-Jenewein: Wo sind die Maßnahmen gegen Ärztemangel?
Stögers um Jahre verspätetete Feststellung löst das Problem nicht
Wien (OTS) - "Wenn der Gesundheitsminister heute erkennt, dass es
in Österreich einen Fachärztemangel gibt, stelle ich mir die Frage,
was Stöger in den letzten Jahren gemacht hat." - So reagiert
FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dagmar Belakowitsch-Jenewein auf die
heutigen Aussagen des Ministers. "Dieses Problem ist nicht neu, schon
vor einem Jahr haben wir Freiheitlichen eine hochkarätig besetzte
Diskussion im Parlament veranstaltet, bei der auch zahlreiche
Lösungsvorschläge formuliert wurden. Offensichtlich war der
Gesundheitsminister aber im Dornröschenschlaf oder damit beschäftigt,
bestehende Strukturen zu zerstören. Seine heutige bloße Feststellung
eines Ärztemangels ist wenig dienlich, wo sind die Lösungsansätze?",
fragt Belakowitsch-Jenewein.
Wenn Stöger schon nicht selber nachdenken und arbeiten wollen, so
solle er wenigstens ins benachbarte Ausland blicken und von dort die
besten Ideen übernehmen. "Vom Gesundheitsminister erwarte ich mir
keine Tatsachenfeststellung samt anschließender Fahrt in den
Dauerurlaub, sondern dass er für die Menschen und deren Gesundheit
aktiv wird."
Die Lösungskonzepte fasst Belakowitsch-Jenewein zusammen: "Weg mit
den kontraproduktiven Zugangsbeschränkungen zum Medizinstudium!
Endlich ausreichende Ausbildungsplätze für Medizinabsolventen
schaffen, deren Qualität diesen Namen auch verdient! Jungärzte nicht
mit stundenlangen Schreibarbeiten und Verwaltungsaufgaben
beschäftigen, sondern sie das nötige Wissen durch die Arbeit mit den
Patienten lehren!"
Während in der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz
österreichische Uni-Absolventen sofort mit offenen Armen genommen
würden und eine Fachausbildung beginnen könnten, müssten viele
Jungmediziner im Inland oft jahrelang auf einen Turnusplatz warten.
"Erst im Anschluss daran beginnt die Fachausbildung auch nach Maßgabe
freier Plätze. Damit dauert die Ausbildung ohne Wartezeit um drei
Jahre länger", erklärt die FPÖ-Gesundheitssprecherin und sieht in
diesen Systemschwächen die Ursache, warum sich der Ärztemangel in
Zukunft noch weiter verschärfen wird, wenn die Politik - gefordert
seien sowohl der Gesundheits- als auch der Wissenschaftsminister -
nicht endlich gegensteuere.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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