- 05.07.2012, 09:00:40
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Weidenholzer: Bankprovisionen bei Kredit-, Spar- und Versicherungsverträgen abschaffen
Schärfere Regeln für Versicherungen und Banken - Verbraucher werden Rechte bei Finanzprodukten vorenthalten
Wien (OTS/SK) - Der SPÖ-Europaabgeordnete Josef Weidenholzer
begrüßt die von EU-Kommissar Michel Barnier in Straßburg vorgestellte
Initiative zur Stärkung der Verbraucherrechte bei
Finanzanlageprodukten und Versicherungsverträgen. "Tatsächlich
gestehen Banken und Versicherungen den Verbrauchern und
Verbraucherinnen immer noch nicht jene Rechte zu, die für eine
partnerschaftliche Geschäftsbeziehung notwendig wären", sagt Josef
Weidenholzer, Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und
Verbraucherschutz des Europäischen Parlaments. ****
Die Informationspflicht wird von Banken und Versicherungen bewusst
vernachlässigt, Konsumentinnen und Konsumenten werden unangemessen
über Risiken informiert. Die Erhebung im Rahmen der Umsetzung der
Verbraucherkredit-Richtlinie (sog. "Sweep") hat zum Beispiel gezeigt,
dass dem Verbraucher das Europäische Standardinformationsblatt (ESIS)
teilweise erst unmittelbar vor
bzw. bei der Unterschrift des Kreditvertrages übergeben bekamen, bei
einer Bank sogar erst nach Vertragsunterzeichnung. Von rund 500
Websites von Finanzdienstleistern in Europa würden überhaupt nur rund
30 Prozent den Anforderungen für Verbraucherinnen und Verbraucher
gerecht werden.
Deshalb begrüßt Weidenholzer zwar das Vorhaben der Kommission, dass
Versicherungsmakler ihre Vergütungsmodelle offen legen sollen, als
"ersten längst überfälligen Schritt zu mehr Transparenz", meint aber,
dass "Informationen alleine nicht ausreichen und es strengere Regeln
und Vorgaben für Banken und Versicherungsmakler braucht". "Wir
brauchen hier eine grundlegende Verbesserung. Ich bin dafür,
Provisionsmodelle für die Vermittlungstätigkeit bei Kreditgeschäften,
Versicherungen oder Sparverträgen abzuschaffen. In Dänemark, Finnland
und England ist das der Fall. Nur ein Verbot von Provisionen für die
Vermittlungstätigkeit bei Kreditgeschäften in Europa würde die
Fehlanreize beseitigen und die Konsumentenrechte in Europa wirklich
stärken", erläutert Weidenholzer. Weiters plädiert der
SPÖ-Europaabgeordnete auch dafür, im Rahmen des vorgestellten Paketes
auch für einen "Schadenersatzanspruch von Konsumentinnen und
Konsumenten für Fehlinformationen gegenüber Banken und
Kreditinstituten" einzutreten. (Schluss) mw/mo
Rückfragehinweis:
Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail: [email protected]
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