- 29.06.2012, 13:19:19
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Bayr: "Sudan bricht Menschenrechtskonvention" - Junge Mutter zu Steinigung verurteilt
"Martialische Praktiken haben im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr" - Bayr fordert Freilassung der Verurteilten
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Wien (OTS/SK) - Der Fall der jungen Sudanesin, die wegen
angeblichen Ehebruchs durch Steinigung zum Tode verurteilt wurde,
bricht zahlreiche menschenrechtliche Konventionen. Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, verurteilt das
bisherige Vorgehen durch den sudanesischen Staat auf das Schärfste:
"Der Sudan bricht in diesem Fall mit einer ganzen Reihe an
menschenrechtlichen Grundprinzipien, denen er selbst zugestimmt hat.
Die Hinrichtung durch Steinigung ist besonders grausam und als Folter
zu werten. Diese verstößt gegen die Allgemeine Erklärung der
Menschenrechte", so Bayr. Die Afrikanische Union - der Sudan ist
Mitgliedsstaat - hat außerdem 2003 ein Protokoll für die Rechte der
Frauen in Afrika angenommen, das die Hinrichtung von Müttern mit
Kleinkindern untersagt. "Auch damit bricht der Sudan. Und die Liste
der menschenrechtlichen Verstöße in diesem Fall kann noch lang
weitergeführt werden", unterstrich Bayr am Freitag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****
Verschiedenen Berichten zufolge wurde der Angeklagten keine
Übersetzungshilfe angeboten, obwohl die Verhandlung auf Arabisch
geführt wurde und sie des Arabischen nicht mächtig ist. Die
Verurteilung beruft sich auf ein Geständnis, das nach Gewaltanwendung
durch den eigenen Bruder zu Stande gekommen war. Zudem sei die
Kriminalisierung einvernehmlicher sexueller Beziehungen zwischen
erwachsenen Personen strikt abzulehnen, so Bayr. "Ich rufe die
sudanesische Justiz und den Präsidenten Omar Ahmed al-Bashir auf,
eine Kehrtwende zu vollziehen und die internationalen Frauen- ist
gleich Menschenrechte zu achten. Die junge Frau ist umgehend und
bedingungslos frei zu lassen", forderte Bayr. (Schluss) sc
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