- 25.06.2012, 16:53:45
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Bayr: Österreichische Entwicklungszusammenarbeit mit der Lupe suchen
Präsentation des "AidWatch"-Reports 2011: blamables Ergebnis
Wien (OTS/SK) - Die Vorstellung des "AidWatch"-Reports 2011 bringt
abermals keine erfreulichen Daten zur Leistung der österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin
für globale Entwicklung, zeigt sich über die Ergebnisse verärgert:
"Wir wissen ja, dass die Mittel für die ODA, also die Öffentliche
Entwicklungszusammenarbeit, in Österreich weit hinter den getätigten
Zusagen liegen. Blamable 0,27 Prozent des Bruttonationaleinkommens
(BNE) werden für EZA aufgewendet. Es ist längst klar, dass wir die
versprochenen 0,7 Prozent bis 2015 niemals leisten können. Warum wird
hier nicht angemessen reagiert?" ****
Der "AidWatch"-Report wurde von der AG "Globale Verantwortung" in
einer Pressekonferenz präsentiert. "Österreichische Beiträge sind
verschwindend klein. Ich schließe mich den Forderungen der 'Globalen
Verantwortung' voll an und fordere auf, geplante Kürzungen der EZA zu
überdenken und die Appelle von Präsident Fischer und Kardinal
Schönborn, nicht weiter zu kürzen, ernst zu nehmen. Zudem nehme ich
wahr, dass es in der Gesellschaft zu brodeln beginnt. Schülerinnen
und Schüler aus dem Borg Perg sind an mich und die
entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen sowie den Sprecher der
ÖVP herangetreten, um eine Petition für die mehrfach versprochenen
0,7 Prozent des BNE für EZA im Parlament einzubringen - schließlich
sind Herr und Frau Österreicher ja auch Spendenweltmeister", sagt
Bayr.
Den sinkenden finanziellen Leistungen der österreichischen EZA stehen
immer mehr Herausforderungen gegenüber. "Die drohende Hungerskrise in
der Sahelzone, die Folgen des Klimawandels und die anhaltende Gewalt
gegen Frauen in weiten Teilen der Welt sind nur einige
Herausforderungen, die sich nicht von alleine lösen. Österreich muss
seine Zusagen endlich halten und die versprochenen 0,7 Prozent des
BNE für EZA aufwenden", schließt Bayr. (Schluss) bj
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
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