- 22.06.2012, 09:45:31
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Bayr zum mosambikanischen Nationalfeiertag: Nur souveräne Staaten können im Interesse der Menschen agieren
Wirtschaftswachstum in Mosambik für die Beseitigung von Armut nutzen
Wien (OTS/SK) - Am 25. Juni ist mosambikanischer Nationalfeiertag,
an dem Mosambik die im Jahr 1975 errungene Unabhängigkeit von
Portugal feiert. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale
Entwicklung, gratuliert dem südafrikanischen Staat: "Die
Unabhängigkeit von Portugal war für das mosambikanische Volk ein
Meilenstein, zu dem ich es herzlich beglückwünsche. Nur souveräne
Staaten können im Interesse der gesamten Bevölkerung agieren; ob sie
dies immer tun, steht natürlich auf einem anderen Blatt geschrieben."
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Mosambik ist ein prosperierendes Land und konnte in den letzten
Jahren stets hohe Wachstumsraten verzeichnen, zuletzt wuchs das
Bruttonationalprodukt um sieben Prozent. "Mosambik verzeichnet ein
Wirtschaftswachstum, von dem die europäischen Staaten derzeit nur
träumen können. Allerdings leben viele Menschen in Armut. Das Land
schafft es nicht, die Ungleichheiten zu beseitigen", kritisiert Bayr
am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Mosambik befindet sich in
der Liste des Human Development Index (HDI) unter den
Schlusslichtern, von 187 gelisteten Staaten ist es auf der 184.
Stelle. Der HDI bewertet den Entwicklungsstand eines Landes anhand
von Faktoren wie der Lebenserwartung, dem Ausbildungsstand der
Bevölkerung und der wirtschaftlichen Leistung des Landes.
"Landgrabbing", also die großflächige Nutzung von Land in anderen
Staaten und mit Verträgen, die eine sehr lange Laufzeit haben, wird
auch als "moderne Kolonialisierung" bezeichnet. Diese macht auch vor
Mosambik nicht halt. "Landgrabbing ist samt seiner negativen
Auswirkungen leider auch in Mosambik angekommen. Bewohnerinnen und
Bewohner werden meist von dem betroffenen Land verjagt, sie werden
weder ausreichend informiert noch entschädigt. Die Erzeugnisse auf
diesen Feldern gehen ins Ausland, ebenso der gesamte Gewinn", führt
Bayr aus und stellt fest: "Leider ist das so brennende Thema des
Landgrabbings nicht ausreichend auf der Tagesordnung des
Rio+20-Gipfels verankert. Nachhaltige Entwicklung ist nicht möglich,
wenn weite Landstriche von ausländischen Investoren oder anderen
Staaten ausbeuterisch bestellt und teilweise sogar als Versuchsfelder
für Genpflanzen verwendet werden." (Schluss) bj
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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