• 21.06.2012, 09:00:51
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Kadenbach zu Antibiotikaresistenzen: EU muss mit verbindlichen Regeln antworten

SPÖ-Europaabgeordnete begrüßt, dass sich Gesundheitsminister-Rat mit dem Thema beschäftigt

Wien (OTS/SK) - Morgen, Freitag, sollen die 27
EU-Gesundheitsminister in Luxemburg auch über eine Strategie gegen
Antibiotikaresistenzen beraten. "Dabei handelt es sich um ein
massives Problem der modernen Medizin. Wir haben uns im
Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments bereits vor einem Jahr
eingehend mit dem Thema beschäftigt und zu konkreten Schritten der
Umsetzung aufgerufen", erläutert die SPÖ-Europaabgeordnete Karin
Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, am Donnerstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****

Folgende vier Schwerpunkte sind laut Kadenbach nun so rasch als
möglich anzugehen:

1 - Eine umsichtige Verwendung antimikrobieller Wirkstoffe in der
Human- und Tiermedizin ausschließlich in den Fällen, in denen diese
Wirkstoffe zur eigentlichen Behandlung einer Krankheit wirklich
erforderlich sind sowie unter Einhaltung der vorgeschriebenen
Dosierung, Dosierungsintervalle und Behandlungsdauer;
2 - Überwachung und Kontrolle der Resistenz gegen antimikrobielle
Wirkstoffe;
3 - notwendige Entwicklung neuer antimikrobieller Wirkstoffe und
Alternativen;
4 - genaue Untersuchung von Wechselwirkungen mit Maßnahmen zur
Bekämpfung von Resistenzen gegenüber antimikrobiellen Wirkstoffen,
die tiermedizinisch, in Futtermitteln und im Pflanzenbau eingesetzt
werden.

Kadenbach: "Neben den gesundheitlichen Auswirkungen werden durch die
Zunahme der Resistenzen auch die Kosten im Gesundheitswesen erhöht,
da die Behandlung von Krankheiten, die normalerweise durch gezielten
Einsatz von Antibiotika geheilt werden können, nun mit aufwändigeren
Methoden bekämpft werden müssen." Die SPÖ-Europaabgeordnete fordert
von den EU-Gesundheitsministern morgen vor allem "rechtsverbindliche
und konkrete" Ergebnisse, um das Problem der Antiobiotikaresistenz so
rasch wie möglich in den Griff zu bekommen. (Schluss) bj

Rückfragehinweis:
Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail: [email protected]

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