- 16.06.2012, 11:42:39
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Bayr zum Tag gegen die Ausweitung von Wüsten und Dürre: Rasche Hilfe für die Sahelzone
Nachhaltige Entwicklung gegen die Ausbreitung der Wüstengebiete notwendig
Wien (OTS/SK) - Zum Welttag zur Bekämpfung der Wüstenbildung und
der Dürre am 17. Juni ruft Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für
globale Entwicklung, zum Handeln auf: "Laut Angaben der Vereinten
Nationen geht jedes Jahr die unvorstellbare Menge von zwölf Millionen
Hektar Land durch die Ausweitung von Wüsten und durch Dürre verloren:
Land, das für den Anbau von 20 Millionen Tonnen Nahrung genutzt
werden könnte. Die internationale Gemeinschaft muss geschlossen
auftreten, um einerseits die Gründe der Wüstenbildung zu unterbinden
und andererseits die Folgen, allen voran den Hunger, zu bekämpfen."
Wüstenbildung wird hauptsächlich durch unverantwortliche Abholzung
und intensive Viehwirtschaft sowie durch die Überbelastung der Böden
begünstigt. ****
Die Folgen der Ausweitung der Wüsten und der Dürre sind
vielfältig. Die beiden Phänomene gefährden die Artenvielfalt,
konfrontieren Menschen mit Hunger und treiben sie in die Flucht.
Aktuell ist alarmierend zu sehen, wie Dürre das Leben von Millionen
Menschen in der Sahelzone bedroht. "In den Ländern der Sahelzone sind
momentan laut Angaben der UN etwa 15 Millionen Menschen von den
verheerenden Auswirkungen der Dürre betroffen und mit Unterernährung
konfrontiert. Unter ihnen befindet sich etwa eine Million Kinder. Es
ist mir unverständlich, dass die internationale Gemeinschaft nicht
besser, entschlossener und effektiver reagiert!", kritisiert Bayr am
Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
"Ich rufe die Staats- und Regierungschefs erneut zum schnellen
Handeln in der sich anbahnenden Hungerkrise auf. Gleichzeitig dürfen
wir aber auch die langfristige Perspektive nicht vergessen. Nur
nachhaltige Entwicklung, die auf die Gegebenheiten der Region
angepasst ist, kann den Menschen eine sichere Zukunft bieten. Darin
müssen wir sie unterstützen", stellt Bayr klar und kritisiert:
"Maßnahmen, die die periodisch auftretenden Hungerkatastrophen
verhindern, werden viel zu wenig diskutiert und umgesetzt. Wir müssen
den Anbau von resistenten Pflanzen forcieren und die Schaffung von
sogenannten green belts, die Dürre und Verwüstung vorbeugen, muss
vorangetrieben werden", sagt Bayr. (Schluss) bj
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Tel.: 01/53427-275
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