- 16.06.2012, 10:46:20
- /
- OTS0025 OTW0025
Bayr: Menschenrechte in Burma einhalten - Aung San Suu Kyi den Rücken stärken
Burma steht vor zahlreichen Herausforderungen
Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Nationalratsabgeordnete und
Bereichssprecherin für globale Entwicklung, drückt ihre Freude
darüber aus, dass die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu
Kyi endlich, mit 23 Jahren Verspätung, den Friedensnobelpreis
persönlich entgegennehmen kann. "Aung San Suu Kyi hat bewiesen, dass
ihr gewaltfreier und beharrlicher Einsatz letztendlich zu einem
positiven Ergebnis beiträgt", sagte Bayr am Samstag gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ. ****
Diese Woche hat Aung San Suu Kyi an der ILO-Konferenz
(Internationale Arbeitsorganisation) teilgenommen. Burma stand unter
der Militärregierung wegen systematischer Zwangsarbeit am Pranger.
"Ich hoffe, dass sich die arbeitsrechtliche Lage in Burma in naher
Zukunft ändert. Das Land erlebt gerade eine schrittweise Öffnung,
internationale Investitionen kommen herein und Aung San Suu Kyi
wünscht sich 'demokratisches Wachstum'. Jetzt ist höchste Vorsicht
geboten, dass kein Raubbau an Land und Leuten durch westliche
Konzerne mit reinen Profitinteressen vorgenommen wird. Auf
arbeitsrechtlicher Ebne bedeutet das, dass zumindest die
Kernarbeitsnormen der ILO in einem ersten Schritt eingehalten werden.
Höhere Standards müssen rasch folgen", fordert Bayr.
Burma steht vor vielen Herausforderungen: die wohl dringendste
sind die aktuellen Gewaltausbrüche im Westen Burmas und die
katastrophale Lage der Flüchtlinge aus dieser Region. Nach Angaben
von UNHCR sind seit 1984 eineinhalb Millionen Rohingyas, Angehörige
der muslimischen Minderheit aus Westburma, ins Exil geflohen. Wegen
der jüngsten Unruhen sind 30.000 Menschen auf der Flucht. "Dieser
lang anhaltende und immer wieder aufflammende Konflikt muss endlich
im Interesse aller Beteiligten friedlich gelöst werden. Ich fordere
Aung San Suu Kyi auf, sich auch in dieser Sache für Gewaltfreiheit
und Demokratie einzusetzen. An sie werden hohe Erwartungen gestellt,
wir sollten ihr langfristig den Rücken stärken, damit Burma zu einer
Demokratie wird, in der die Menschenrechte aller Individuen, egal
welcher Ethnie oder Religion, respektiert werden", betonte Bayr.
(Schluss) bj
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






