- 08.06.2012, 09:30:33
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Tag des Meeres - Bayr fordert nachhaltige europäische Fischereipolitik
Überfischung und übermäßiger Beifang müssen gestoppt werden
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Tags des Meeres am 8. Juni fordert
Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, durch
eine nachhaltige europäische Fischereipolitik zum Schutz der Meere
beizutragen. "Dass die Meere Schutz brauchen, ist unbestritten. Einen
wichtigen Beitrag kann eine nachhaltige europäische Fischereipolitik
leisten. Zurzeit läuft einiges schief: Die europäische Fischerei
erlaubt die rücksichtslose Ausbeutung der Meere. Die riesigen
industriellen Fischereiflotten können gar nicht nachhaltig fangen:
Sie grasen die Meere komplett ab und produzieren zu viel Beifang, je
nach Angaben werden bis zu 60 Prozent als Beifang wieder ins Meer
gekippt, tot natürlich", kritisiert Bayr am Freitag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****
Auch Österreich als Binnenland muss sich für eine nachhaltige
Fischereipolitik einsetzen. "Die großen europäischen Fangnationen
schaffen den Schwenk zu einer nachhaltigen Politik aus eigener Kraft
nicht. Da bedarf es auch der Anstrengungen von Binnenländern wie
Österreich. Im Juni ist das nächste Treffen des EU-Rates für
Landwirtschaft und Fischerei, dort wird weiter an einer Reform der
EU-Fischereipolitik gearbeitet. Ich rufe Minister Berlakovich auf,
sich für strenge Fangquoten, schonende Fangmethoden sowie die
Errichtung von großflächigen Meerschutzgebieten einzusetzen", fordert
Bayr den Umweltminister auf.
Aber auch die Konsumentin und der Konsument können ihren Beitrag
leisten: "Es gibt Ratgeber, zum Beispiel von Greenpeace, die beim
Fischkauf zur richtigen Entscheidung helfen. Als Österreicherin rate
ich natürlich zum Konsum von österreichischem Fisch wie Karpfen oder
Saibling. Wichtig für Konsumentscheidungen ist es, genaue Angaben zu
haben. Der Handel muss informieren, woher der Fisch kommt und welche
Fangmethode angewendet wurde. So kann die Konsumentin, der Konsument
bewusste Entscheidungen treffen und wird eher zum nachhaltigen
Produkt greifen", ist Bayr überzeugt. (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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