• 07.06.2012, 09:00:35
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Maier: Lebensmittel aus Drittstaaten müssen sicher sein!

Strenge Einfuhrkontrollen durch das Gesundheitsministerium

Wien (OTS/SK) - "Lebensmittel aus Drittstaaten können
gesundheitsschädlich, ja sogar lebensgefährlich sein", warnt
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier und führt als Beispiel die
EHEC-Epidemie in Deutschland an, die - verursacht durch
kontaminierten Bockshornkleesamen aus Ägypten - zu 49 Toten und über
4.000 Erkrankungen führte. "Konsumentinnen und Konsumenten, die aus
Urlaubsstaaten außerhalb der EU Lebensmittel mitnehmen, sollten sich
vorher vergewissern, ob diese zollrechtlich oder veterinärrechtlich
überhaupt eingeführt werden dürfen", so der Tipp von Maier im
Hinblick auf die kommende Reisezeit. Die Zollkontrollen im ersten
Quartal 2012 führten bei Reisenden zu 531 Aufgriffen bei
Lebensmitteln tierischer Herkunft, Grund waren Verstöße gegen
zollrechtliche Bestimmungen. Insgesamt gab es laut
Finanzstaatssekretär Andreas Schieder 1.370 zollrechtliche Aufgriffe.
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Strenge grenztierärztliche Kontrollen werden bei der Einfuhr von
Lebensmitteln in die EU, also auch in Österreich, durchgeführt. Die
Antwort von Gesundheitsminister Alois Stöger auf eine diesbezügliche
parlamentarische Anfrage von Maier ergab, dass es bei 166
Einfuhrsendungen im Jahr 2011 vier Zurückweisungen durch die
Grenzkontrollstelle gab. Die Zurückweisungen betrafen
Fischereierzeugnisse sowie Froschschenkel und Schnecken.

Im Jahr 2011 wurden auch 1.254 Lebensmittelproben aus Drittstaaten
auf Blei, Cadmium und Quecksilber untersucht, dabei wurden drei
Proben betreffend Nahrungsergänzungsmittel und Meerestierprodukten
beanstandet. In einer von 21 Proben wurde bei grünen Bohnen
Pestizidrückstände festgestellt und in zwei Proben von Haselnüssen,
Feigen und Pistazien wurden Aflatoxine festgestellt.

Maier weist weiter darauf hin, dass Gesundheitsminister Stöger sich
bei der Umsetzung der sogenannten "Japan-Verordnung" dazu entschieden
hat, dass Direktimporte von Lebensmitteln aus Japan lückenlos auf
Radioaktivität überprüft werden. Im Jahr 2011 wurde bei keiner der 24
Sendungen aus Japan eine erhöhte bzw. nennenswerte radioaktive
Belastung festgestellt. Maier begrüßt, dass diese lückenlosen
Kontrollen aller Direktimporte aus Japan auch weiterhin fortgesetzt
werden. Näheres dazu und eine ständig aktuell gehaltene Liste der
Ergebnisse dieser Kontrollen sind auf der Homepage des
Gesundheitsministeriums zu finden:
(http://www.bmg.gv.at/home/Startseite/aktuelle_Meldungen/Ueberwachung
_von_Lebensmittel_aus_Japan_auf_Radioaktivitaet).

Neben den Direktimporten aus Japan werden auf Veranlassung des
Gesundheitsministeriums alle im Zuge der amtlichen Kontrollen
gezogenen Proben von "Pazifikfischen" auf Radioaktivität überprüft.
Auch diese Überprüfungen gaben bisher keinen Grund für Beanstandungen
und werden auf der Homepage des Gesundheitsministeriums ebenfalls
veröffentlicht, so Maier. (Schluss) sv/sl

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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