• 01.06.2012, 14:05:02
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Bayr kritisiert das katastrophale Waldgesetz in Brasilien auf das Schärfste

Kurz vor dem Weltgipfel in Rio verabschiedet Brasilien ein Gesetz, das die Umwelt massiv bedroht

Wien (OTS/SK) - Brasilien ist zu 60 Prozent mit Wald bedeckt, der
sowohl für das Weltklima als auch für den Erhalt der Biodiversität
und der Süßwasserressourcen eine tragende Rolle spielt. Brasilien hat
ein Gesetz verabschiedet, das eine massive Bedrohung für den Wald
darstellt. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale
Entwicklung, übt massive Kritik an diesem Gesetz: "Das neue Gesetz
erlaubt es illegalen Holzschlägern ungestraft davon zu kommen. Der
Schutz des Waldes ist nicht mehr gegeben, ich kritisiere die
Entscheidung Brasiliens massiv." ****

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat das Gesetz diese
Woche unterschrieben und gibt damit wenig Hoffnung auf mehr
Umweltschutz in Brasilien. "Gerade vor dem Weltgipfel, der in wenigen
Wochen in Rio de Janeiro stattfinden wird, ist es ein sehr schlechtes
Zeichen für den Umweltschutz. Ich appelliere an die brasilianische
Präsidentin sich die Auswirkungen des Gesetzes noch mal vor Augen zu
führen und das Gesetz im Sinne der nachhaltigen Entwicklung zu
ändern. Die negativen Folgen für den Umwelt- und Artenschutz sowie
für Indigene und unkontaktierte Völker sind katastrophal", stellt
Bayr fest.

Die ehemalige Umweltministerin Marina Silva nannte die Änderungen des
Gesetzes in einem CNN-Interview eine Katastrophe. Diese Änderung
hätte aus einem Waldgesetz ein Landwirtschaftsgesetzt gemacht. "Die
großen Profiteure dieser Gesetzesänderung sind zweifelsfrei die
Großgrundbesitzer", fügt Bayr hinzu und betont "eigentlich sollten
aber die kleinbäuerlichen Strukturen gestärkt werden. Sie sind es die
nachhaltige Entwicklung vorantreiben."

Der WWF spricht in einer Aussendung sogar davon, dass Brasilien durch
dieses Gesetz das Ende des Amazonasregenwaldes einläute. Dass die
Situation dramatisch ist, bestätigt auch Bayr: "Ich mache mir große
Sorgen und werde bei der Konferenz in Rio den Dialog mit meinen
brasilianischen Kolleginnen und Kollegen suchen." (Schluss) nph/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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