- 31.05.2012, 14:23:40
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Kadenbach: Bienensterben - EU-Kommission muss endlich handeln
EU-Abgeordnete fordert Verbot von giftigen Pflanzenschutzmitteln
Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach bedauert,
dass es gestern nicht gelungen ist, sich im Landwirtschaftsausschuss
des Nationalrats auf ein Verbot von für das Bienensterben
verantwortliche Beiz- und Spritzmittel zu einigen. "Es wäre zu
begrüßen, wenn Österreich in der Frage des Bienenschutzes eine
Vorreiterrolle übernehmen würde. Dennoch bin ich überzeugt, dass eine
europaweite Regelung, was das Verbot von Giftspritzmitteln betrifft,
das einzig Sinnvolle wäre", so die SPÖ-EU-Abgeordnete am Donnerstag
gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die Biene ist nach Rind und
Schwein das drittwichtigste Nutztier für die Ernährung des Menschen.
Der Wert ihrer Bestäubungsleistung wird auf 153 Mrd. Euro geschätzt,
das entspricht 9,5 Prozent der gesamten für die Ernährung des
Menschen genutzten Agrarproduktion. ****
Bisher sei die Kommission jedoch untätig gewesen, was den Schutz der
Bienen betrifft. Vielmehr noch habe sie eine Reihe von
Pflanzenschutzmitteln, sogenannte Neonicotinoide, zugelassen, die
laut neuesten Studien das Bienensterben begünstigen. "Es ist höchst
an der Zeit, dass die Kommission diese Zulassung überprüft. Auch der
EU-Ombudsmann hat mittlerweile - nach einer Beschwerde der
österreichischen Volksanwaltschaft - von der Kommission eine
Stellungnahme bezüglich der Pflanzenschutzmittel verlangt", sagt
Kadenbach, Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments.
Von Seiten des Ombudsmannes wurde der Kommission bis Ende Juni Zeit
gegeben, zu begründen, warum man bisher nichts gegen die Mittel
unternommen hat.
Kadenbach hofft, dass durch diese Stellungnahme Bewegung in die
Debatte rund um das Bienensterben einkehrt und auch auf Europäischer
Ebene endlich die Wichtigkeit des Themas erkannt wird. "Es ist
mittlerweile unbestritten, dass Maisbeize und gentechnisch veränderte
Pflanzen den Bienen zusetzen. Es ist daher nicht verständlich, dass
man sich weiterhin den wissenschaftlichen Erkenntnissen verschließt
und unwiderrufliche Schäden in der Bienenpopulation zulässt", betont
die Europaparlamentarierin. (Schluss) bj
Rückfragehinweis:
Sabine Weinberger, SPÖ-EU-Delegation, Tel.: 0043 1 40110 3612, e-mail: [email protected]
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