- 31.05.2012, 09:13:40
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GLOBAL 2000: Schiefergasförderung nicht zulassen!
Heute wird Petition zum Verbot der Schiefergasförderung im Parlament behandelt
Wien (OTS) - Heute wird im parlamentarischen Petitionsausschuss
die Petition für ein Verbot der Förderung von Schiefergas behandelt.
Es geht dabei um die hochriskante Fördertechnologie des so genannten
"Fracking": Gestein wird unter hohem Druck und unter dem Einsatz von
Millionen Liter Wasser, denen ein giftiger Chemikaliencocktail
beigemischt ist, weit unter der Erde aufgebrochen. Fracking hat in
anderen Ländern wie den USA bereits schwerste Umweltschäden
angerichtet, nun wird im Ausschuss das Verbot diskutiert.
Seit Bekanntwerden der Förderpläne der OMV sind im Weinviertel
zahlreiche Bürgerinitiativen entstanden, die sich um eine gesunde
Umwelt sorgen. GLOBAL 2000 unterstützt diese Initiativen und fordert
ein Verbot der Technologie. Eine verpflichtende
Umweltverträglichkeitsprüfung ist zwar ein Fortschritt, denn bis dato
würde den Projektwerbern ein Bescheid des Wirtschaftsministeriums
reichen, aber auch dann bleiben viele Risiken unklar. Johannes
Wahlmüller, Energiesprecher von GLOBAL 2000, erklärt: "Es bestehen
viele Risiken, die nicht ausgeschlossen werden können. So können
Risse in Gesteinsformationen entstehen, durch die das Gas
unvorhersehbare Wege finden könnte - auch bis ins Grundwasser. Auch
aus Klimaschutzgründen dürfen wir nicht einfach alle fossilen
Energiequellen verbrennen, die wir fördern können. Erst vergangene
Woche hat die Internationale Energieagentur gewarnt, dass die Chance,
die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, immer kleiner
wird."
Fracking ist in anderen Ländern wie Bulgarien und Frankreich bereits
verboten. Kürzlich hat Vermont als erster US-Bundesstaat ein Verbot
dieser Technologie beschlossen: "In den USA ist das ein wichtiger
symbolischer Schritt, aber auch viele andere europäische Länder gehen
voran: Nach dem Lizenzentzug an Chevron in Bulgarien werden nun
Moratorien in Tschechien und Rumänien überlegt. Auch in England ist
es nach Erdbeben, die wahrscheinlich durch Fracking ausgelöst wurden,
zu einer Nachdenkpause gekommen", erzählt Wahlmüller.
Der GLOBAL 2000-Energiesprecher fordert abschließend: "Auch in
Österreich soll Schiefergas dort bleiben, wo es keinen Schaden
anrichten kann - im Boden. Umweltminister Berlakovich und
Wirtschaftsminister Mitterlehner sollen deshalb rasch ein
entsprechendes Gesetz ausarbeiten. Anstatt die Umwelt derartig zu
gefährden, soll man auf erneuerbare Energie und Energieeinsparungen
setzen. Wir können heute problemlos Windräder aufstellen und
Passivhäuser bauen oder Gebäude auf ambitionierte Standards sanieren
- wenn wir das tun, werden wir wirklich unabhängig von Öl- und
Gaskonzernen - egal ob sie OMV oder Gazprom heißen - und leisten
einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz."
Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Lydia Matzka-Saboi/Nunu Kaller Pressesprecherinnen Tel.: +43 699 14 2000 26 / +43 699 14 2000 20 mailto:[email protected] www.global2000.at
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