- 30.05.2012, 13:08:04
- /
- OTS0182 OTW0182
Metallindustrie: BetriebsrätInnen und Gewerkschaften weiterhin für gemeinsamen Kollektivvertrag
Oberösterreich: Kämpferische Stimmung bei Betriebsratskonferenz, harter Konflikt im Herbst droht
Wien (OTS/ÖGB) - Rund 900 BetriebsrätInnen aus ganz Österreich
forderten heute in einer Konferenz in Leonding die
Arbeitgeberverbände der Metallindustrie, des Bergbaus und der Gas-
Wärmeversorgungsunternehmen auf, nicht weiterhin gegen den Willen
ihrer Beschäftigten und BetriebsrätInnen die Auflösung der
gemeinsamen Herbstlohn- und -gehaltsrunde des Metallbereichs zu
betreiben, sondern auch in Zukunft den sozialpartnerschaftlichen Weg
zu gehen. "Andernfalls müssen sich die Fachverbände auf einen sehr
heißen Herbst einstellen. Wir werden kämpfen für den gemeinsamen
Kollektivvertrag und für ordentliche Lohn- und Gehaltserhöhungen",
fassten Rainer Wimmer (Bundesvorsitzender der PRO-GE) und Karl Proyer
(stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp) die BetriebsrätInnen-Debatte
zusammen.++++
PRO-GE und GPA-djp sind seit der vergangenen Lohn- und Gehaltsrunde
von mehreren Fachverbänden mit der Absicht konfrontiert worden, die
Verhandlungsgemeinschaft der Arbeitgeber im Metallbereich zu
verlassen. Der gemeinsame Metaller-Kollektivvertrag für die rund
180.000 Beschäftigten steht damit vor der mutwilligen Zerstörung. Die
Arbeitgeberverbände stellen den Konflikt vor den bewährten
sozialpartnerschaftlichen Weg. Die Beschäftigten sollen in kleinere
Verhandlungsgruppen aufgespaltet werden, damit die Arbeitgeber ihre
Interessen leichter durchsetzen können: niedrigere Lohn- und
Gehaltsentwicklungen sowie einen Stillstand bei der Weiterentwicklung
des Rahmenrechts.
"Über die wahren Ziele der Arbeitgeber können auch noch so blumige
Begründungen in den letzten Tagen nicht hinwegtäuschen. Die
Verantwortung für die weiteren Entwicklungen der Sozialpartnerschaft
in der Metallindustrie liegt bei den Arbeitgebern. Ein 'Drüberfahren'
über die Beschäftigten werden die BetriebsrätInnen und die
Gewerkschaften mit allen Mitteln verhindern. Wir scheuen keinen
Konflikt", sagen Wimmer und Proyer. Ausgehend von den
Beschlussfassungen im Rahmen der BetriebsrätInnenkonferenz werden in
den nächsten Tagen in den Betrieben der Metallindustrie die
Beschäftigten von ihren BetriebsrätInnen über die aktuelle Situation
informiert.
Rückfragehinweis:
GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit Litsa Kalaitzis Tel.: 05 0301- 21 511 oder 0676/817 111 553 [email protected] http://www.gpa-djp.at PRO-GE Mathias Beer Tel.: 01 53 444 69035 Mobil: 0664 6145 920 E-Mail: [email protected] http://www.proge.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






