- 24.05.2012, 13:45:39
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2. Bundesgesundheitskonferenz - Minister Stöger präsentiert Gesundheitsziele für die nächsten 20 Jahre
Oberstes Ziel: Chancengleichheit in der Gesundheit fördern - Erhöhung der in Gesundheit verbrachten Lebenszeit um zwei Jahre
Wien (OTS/SK) - Bei der 2. Bundesgesundheitskonferenz hat heute,
Donnerstag, Gesundheitsminister Alois Stöger die
Rahmengesundheitsziele als Meilenstein bezeichnet. Der Minister hatte
vor einem Jahr dazu eingeladen, an der Entwicklung von
Rahmengesundheitszielen mitzuwirken, an denen sich die Politik in den
nächsten 20 Jahren orientieren soll. "Das Ziel ist die Verbesserung
der Gesundheit aller in Österreich lebenden Menschen unabhängig von
Bildungs- und Sozialstatus und das Anheben der Lebenserwartung in
Gesundheit um zwei Jahre", erklärte Stöger. Der Minister bedankte
sich bei allen Beteiligten für ihre Mitwirkung. In den kommenden
Monaten wird ein verbindlicher Umsetzungsplan erstellt, an dem
wiederum institutionenübergreifend zusammengearbeitet wird. ****
Alle wichtigen Interessensgruppen und Partner - insgesamt 38 von der
Sozialversicherung über Pensionistenvertreter, bis hin zu NGOs -
waren am Prozess beteiligt. "Gesundheit ist von vielen Faktoren
abhängig. Wir haben uns damit auseinandergesetzt, wie wir
gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen schaffen können", sagte
Stöger. Der Minister nannte als Beispiel etwa die Auswirkung der
Straßengestaltung, Stichwort Radwege, auf die Gesundheit. "Ein Thema
ist mir ganz besonders wichtig: das Ernährungsverhalten und die
Ernährungschancen", betonte der Minister. Dabei gehe es um Fragen wie
den Zugang zu gesundem Essen im Alltag. "Da haben wir mit dem NAP.e
und der Initiative Schulbuffet bereits viel erreicht", so Stöger.
"Man muss die Menschen mitnehmen, wenn man einen Veränderungsprozess
in der Gesellschaft in Gang setzen will." Daher waren auch alle
Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich an den Gesundheitszielen zu
beteiligen. 4.300 Menschen sind dieser Einladung über eine
Internetplattform gefolgt.
"Wir haben das Gesundheitssystem in der Krise weiterentwickelt und
ausgebaut, während andere Länder in Europa Rückbau betrieben haben.
Nur ein solidarisches Gesundheitssystem ist in der Lage,
gesundheitliche Chancengleichheit aller Menschen zu schaffen",
betonte Stöger. Die Gesundheitsziele seien ein weiterer Schritt dazu.
Die zehn Gesundheitsziele im Überblick:
+ Gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen
+ Gesundheitliche Chancengerechtigkeit
+ Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung
+ Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen wie Luft, Wasser und Boden
+ Stärkung der Gesundheit durch sozialen Zusammenhalt
+ Gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche unterstützen
+ Gesunde Ernährung für alle zugänglich machen
+ Gesunde, sichere Bewegung im Alltag fördern
+ Psychosoziale Gesundheit bei allen Bevölkerungsgruppen fördern
+ Qualitativ hochstehende und effiziente Gesundheitsversorgung für
alle sicherstellen.
Unter den Gästen der Abschlussveranstaltung, die unter dem Motto
"Gesundheit in Österreich gemeinsam weiterbringen" im Festsaal des
Gesundheitsministeriums stattfand, waren neben den am
Entwicklungsprozess Beteiligten auch internationale Gäste wie der
luxemburgische Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo und Agis
Tsourus vom WHO-Regionalbüro für Europa.
Di Bartolomeo erläuterte in seiner Rede die Bedeutung eines
solidarischen Gesundheitssystems, welches Minister Stöger und er auf
europäischer Ebene immer wieder verteidigen. Die Vorgehensweise, mit
der die Gesundheitsziele in Österreich erarbeitet wurden, sei
vorbildhaft.
SERVICE: Informationen zu den zehn Gesundheitszielen unter
http://www.bmg.gv.at/cms/home/attachments/9/1/9/CH1004/CMS13377777283
61/rahmen-gesundheitsziele_240512.pdf
(Schluss) bj
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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