- 24.05.2012, 11:43:12
- /
- OTS0154 OTW0154
Bayr ist neue Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentarischen Forums für Bevölkerung und Entwicklung (EPF)
Bevölkerungsdynamiken menschenrechtsbasiert verstehen
Wien (OTS/SK) - Bei der gestrigen Wahl des Vorstandsgremiums des
Europäischen parlamentarischen Forums zu Bevölkerung und Entwicklung
(EPF) wurde Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für globale
Entwicklung, zur Vizepräsidentin gewählt. "Ich freue mich sehr über
diese neue Aufgabe, die ich mit viel Einsatz angehen werde. Ich bin
schon seit 2009 Mitglied des Vorstandes, kenne daher die Arbeit von
EPF gut und schätze diese sehr", kommentierte Bayr. ****
EPF arbeitet eng mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern in ganz
Europa zusammen, um diese bei deren Einsatz für die Verbesserung der
reproduktiven Gesundheit weltweit zu unterstützen. Die Arbeit von EPF
basiert auf dem Aktionsprogramm von Kairo, das 1994 bei der
Internationalen Konferenz zu Bevölkerung und Entwicklung (ICPD) im
Rahmen der Vereinten Nationen beschlossen wurde. Petra Bayr setzt
sich schon seit vielen Jahren für dessen Umsetzung ein. "Die ICPD war
damals bahnbrechend, weil sie Bevölkerungsdynamiken mit einem
menschenrechtsbasierten Ansatz versteht. Jede Frau und jedes Mädchen
haben das Recht über ihren eigenen Körper und somit auch über die
Anzahl und den Zeitpunkt ihrer Schwangerschaften zu entscheiden. Der
Zugang zu umfassender und altersgerechter Sexualaufklärung sowie zu
effektiven Verhütungsmitteln muss gewährleistet sein. Wenn dies
gegeben ist, bekommen Frauen in der Regel weniger Kinder, werden
später schwanger und vermeiden so die hohen Risiken von
Teenagerschwangerschaften."
Die Agenda der ICPD, also die Stärkung der Frau für deren Recht auf
Selbstbestimmung, der Zugang zu reproduktiven Gesundheitsleistungen
wie Verhütungsmittel und das menschenrechtsbasierte Verständnis von
Bevölkerungsdynamiken, sind auch in den Millennium Entwicklungsziele
(MDGs) enthalten. Petra Bayr erläutert "Das MDG 5 geht konkret auf
unsere Anliegen ein. Es beinhaltet erstens die Reduktion der
Müttersterblichkeit um Dreiviertel. Jährlich sterben etwa 270.000
Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt, 99
Prozent in Entwicklungsländern. Die Vielzahl dieser Todesfälle ist
durch ein Maßnahmenpaket, das unter anderem die verbesserte Bildung
der Frauen und Mädchen und eine Verbesserung der Gesundheitssysteme
enthalten, vermeidbar. Besonders wichtig ist die reproduktive
Gesundheit, die als zweites Unterziel im MDG 5 enthalten ist. Frauen
sollen weltweit Zugang zu Gesundheitsleistungen wie
Verhütungsmitteln, einer medizinischen Begleitung während der
Schwangerschaft und Geburt sowie zu sicheren
Schwangerschaftsabbrüchen haben." (Schluss) tt/np/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






