- 24.05.2012, 09:00:33
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Bayr anlässlich des Afrikatags: Afrikanische Solidarität leben
Marokko als einziger Staat nicht in der Afrikanischen Union - Westsaharaboykott treibt Blüten
Wien (OTS/SK) - Am 25. Mai ist Afrikatag. An diesem wird an die
Gründung der heutigen Afrikanischen Union (AU) im Jahr 1963 erinnert.
Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, erläutert
am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst die Bedeutung des
Afrikatages: "Das Jahr 1960 wird auch das afrikanische Jahr genannt,
weil damals 18 Kolonien die Unabhängigkeit erlangten. Nur drei Jahre
später schlossen sich 30 afrikanische Staaten in der Afrikanischen
Union zusammen, um solidarisch in die Unabhängigkeit zu gehen und
gestärkt den Kolonialismus hinter sich zu lassen." ****
Heute gehören 54 Staaten der AU an und verfolgen Gründungsideen wie
die Achtung der Menschenrechte. Von Ägypten über den Südsudan und die
Westsahara bis zur Zentralafrikanischen Republik haben sich fast alle
Staaten des Kontinents der Afrikanischen Union angeschlossen, um
einen starken Staatenverbund zu leben. Einzig das Königreich Marokko
ist 1985 aus Protest gegen die Aufnahme der Westsahara in die AU
ausgetreten. "Das Königreich Marokko setzt sich mit allen Mitteln
gegen die Selbstbestimmung der Westsahara ein. Seit 1975 hält es die
Gebiete der Sahauris unrechtmäßig besetzt und begeht laufend
Menschenrechtsverletzungen gegen das sahaurische Volk. Ich verurteile
das Verhalten Marokkos auf das Schärfste", stellt Bayr klar.
Erst Ende April wurde das Mandat der UN-Blauhelme für die Westsahara,
das MINURSO-Mandat, ohne die geforderten Aufgaben,
Menschenrechtsverletzungen gegen die Sahauris zu beobachten und zu
dokumentieren, verlängert. Bayr zeigt sich wiederholt über die
Entscheidung des UN-Sicherheitsrates enttäuscht:
"Menschenrechtsverletzungen zu beobachten und zu dokumentieren ist
die Grundlage, gegen diese vorzugehen. So ist das Mandat zahnlos.
Auch Ban Ki-moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, zeigte
sich über das Verhalten Marokkos enttäuscht. Er warf Marokko vor, die
Arbeit der VN auf den besetzten Gebieten des sahaurischen Volkes zu
behindern. Ich freue mich über diese klare Aussage des
Generalsekretärs für die Westsahara", stellt Bayr fest und appelliert
an das Königreich Marokko, "endlich das Selbstbestimmungsrecht des
sahaurischen Volkes auf anzuerkennen". (Schluss) bj
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