- 12.05.2012, 09:30:00
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Bayr: Der Besuch eines Weltladens ist mehr als nur der Austausch zwischen Geld und Ware
17. Internationaler Weltladentag unter dem Motto "öko und fair ernährt mehr"
Wien (OTS/SK) - Zum Weltladentag, der heuer am 13. Mai
stattfindet, erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale
Entwicklung, an die Bedeutung des Fairen Handels: "Beim Fairen Handel
werden die Produzentinnen und Produzenten so entlohnt, dass sie nicht
nur die Produktionskosten, sondern auch ihren Lebensunterhalt
bestreiten können. Das ist bei vielen anderen Produkten leider nicht
selbstverständlich. Darüber hinaus werden beim Fairen Handel auch
gemeinschaftliche und entwicklungsrelevante Aktivitäten der
Genossenschaften und Betriebe finanziert. Diese kurbeln die
Entwicklung an und sorgen für Synergien." ****
Weltläden vertreiben ausschließlich Produkte, die fair
produziert und gehandelt wurden. Darüber hinaus wird bei der
Herstellung der Umweltschutz großgeschrieben. In den meisten Fällen
sind die Produkte mit einem Gütesiegel versehen, welches dies
bestätigt.
Beim Besuch eines Weltladens passiere in der Regel aber viel
mehr als der bloße Austausch von Ware gegen Geld, erläutert Bayr am
Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Wenn ich als Konsumentin
einen Weltladen betrete, erfahre ich auch etwas über die Herstellung
der Produkte, über die Produzentinnen und Produzenten und über die
Herkunftsländer. Ich kaufe zum Beispiel Reis, der aus einer
Produktionsstätte in Thailand stammt, die durch das Verwenden
verschiedener Reissorten zum Schutz der Biodiversität beiträgt. Das
ist doch wunderbar", freut sich Bayr und führt weiter aus: "Dank des
heurigen Mottos 'öko und fair ernährt mehr' sind zusätzlich gut
aufbereitete Informationen über die Bedeutung der kleinbäuerlichen
und ökologischen Produktion sowie über Ernährungssouveränität leicht
zugänglich."
Abschließend fordert Bayr, dass der Konsum von Fairen Produkten
endlich großflächig in der öffentlichen Beschaffung einziehen müsse:
"Ich setze mich schon lange für eine öffentliche Beschaffung ein, die
arbeitsrechtlich und sozialpolitisch als fair bezeichnet werden kann.
Allerdings mahlen die Mühlen hier sehr langsam und das Hauptargument
'Preis' wird immer wieder mit einer kurzfristigen Perspektive
genannt. Dabei ist Fairer Handel ein echtes Investitionsmodell für
nachhaltige Entwicklung, ganz abgesehen von dem nötigen Respekt, den
wir den Handelspartnerinnen und -partnern damit entgegenbringen."
SERVICE:
Mehr Infos unter www.weltlaeden.at
(Schluss) bj
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Tel.: 01/53427-275
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