• 11.05.2012, 13:04:29
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GdG-KMSfB-Bundesfrauen: Neues MAB-Gesetz lässt 5.000 Frauen im Stich

Novelle bringt Rückschritt für diplomierten medizinisch-technischen Fachdienst

Wien (OTS/ÖGB) - "95 Prozent der 5.000 Beschäftigten im
diplomierten medizinisch-technischen Fachdienst sind Frauen. Bei der
Novellierung des derzeit geltenden Gesetzes lässt man sie ganz
einfach im Stich", kritisierten heute, Freitag, die Funktionärinnen
des Bundesfrauenvorstandes der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe) im Rahmen
ihrer Tagung in Wien.++++

"Seit Jahren fordern die Bundesfrauen eine Novelle des geltenden
Gesetzes, um die sich Bundesminister Alois Stöger auch ernsthaft
bemüht hat. Selbstverständlich begrüßen wir den vorliegenden
Regierungsentwurf, der durchaus gute Ansätze vor allem für die
derzeitigen Sanitätshilfsdienste (SHD) bringt", sagte die
Bundesfrauenreferentin der GdG-KMSfB, Sabine Weissmann. Aber die
Probleme des diplomierten medizinisch-technischen Fachdienst (dMTF)
löse die Novelle nicht.

"Wir wollen gar nicht in Abrede stellen, dass die ExpertInnen des
Ministeriums die bestehenden Probleme im dMTF angehen wollten - aber
der Schuss ist nach hinten losgegangen", erklärte
Bundesfrauenvorsitzende Christa Hörmann. Mehr als 100 eingebrachte
Stellungnahmen im Jahr 2011 von Gewerkschaft und Fachorganisationen,
sowie hunderte Stunden an Gesprächen und Verhandlungsrunden über
Ergänzungen und Korrekturen im MAB-Entwurf wurden weit gehend
ignoriert. Damit und durch die rigiden Übergangsbestimmungen wird ein
adäquater Einsatz im klinischen Betrieb in Zukunft wesentlich
erschwert und teilweise auch unmöglich gemacht.

"Neben der Demotivation und beruflichen Abwertung der derzeit
beschäftigten Kolleginnen droht durch den Gesetzesentwurf eine
weitere Verschärfung des Fachkräftemangels in bestimmten Bereichen
der Diagnostik und Therapie", stellte Hörmann klar. Das Gesetz hätte
zur Folge, dass in mehreren Sparten erheblich mehr höher
qualifiziertes Fachpersonal benötigt wird.

"Selbstverständlich begrüßen wir möglichst hohe Qualifizierung",
stellten die GdG-KMSfB-Bundesfrauen klar. Ungeklärt sei aber die
Finanzierung. Die Ausbildung ist etwa in Wien reine Ländersache,
Fachhochschul-Studiengänge werden durch die Stadt, beziehungsweise
den Krankenanstaltenverbund (KAV) ermöglicht. Es gibt keine
Bundesfinanzierung für FH-Studiengänge der gehobenen dMTD.

"Nach drei Jahrzehnten Bemühungen hätte man sich ein umfassendes,
alle (Hilfs-)Berufe gleichwertig berücksichtigendes und
wertschätzendes MAB-Gesetz erwartet. Ein Gesetz, das Menschen, die
wesentlich zum guten Ruf des österreichischen Gesundheitssystems
beitragen, auch adäquat widerspiegelt", schlossen die Bundesfrauen.

Rückfragehinweis:
GdG-KMSfB, Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (01) 313 16 - 83 615. Informationen im Internet: www.gdg-kmsfb.at

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